Schlieren
Die Vernetzung wird in Schlieren weiter vorangetrieben

Der Verein «Start Smart» hat eine Event-Reihe zum Themenspektrum Firmengründung lanciert. In Schlieren liegt er damit im Trend: hier hat die Ansiedelung von Clustern, also Firmen aus ähnlichen Branchen, Tradition.

Sandro Zimmerli
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Mario Jenni und Barbara Angelsberger im Gespräch.

Mario Jenni und Barbara Angelsberger im Gespräch.

Sandro Zimmerli

So besteht mit dem Bio-Technopark auf dem Wagi-Areal bereits einer für biotechnologische Unternehmen und mit dem NewTechClub an der Brandstrasse einer für Gebäudetechnologien.

Solche Cluster sind können helfen, junge innovative Unternehmen zu fördern, davon ist Mario Jenni überzeugt. Er war selber massgeblich an der Gründung des Bio-Technoparks beteiligt. Heute ist er dessen Geschäftsführer. «Solche Parks sind wichtig, weil sich dort Start-ups Büroräume oder Labors teilen und sich Austauschen können. Gerade am Anfang fehlt oft das Geld, um sich teure Infrastruktur leisten zu können», sagte Jenni anlässlich eines Vortrags am Mittwoch im ehemaligen Sony-Gebäude an der Rütistrasse in Schlieren.

Dass das Referat in diesen Räumlichkeiten stattfand, ist kein Zufall. Denn dort ist der vor knapp einem Jahr von der Standortförderung und der Stadt Schlieren zusammen mit Vertretern von Gewerbeverein und Wirtschaftskammer gegründete Verein «Start Smart Schlieren» beheimatet. Auch er fördert die Ansiedlung von Start-ups. Sein Ziel ist es, einen neuen Cluster mit innovativen Jungunternehmen zu bilden und so Leerflächen im Gewerbegebäude an der Rütistrasse zu füllen. Neben einer günstigen Infrastruktur für die Jungunternehmen bietet ihnen der Verein ein Netzwerk, das auch die Zusammenarbeit mit den bestehenden Cluster Bio-Technopark und NewTechClub ins Auge fasst.

Das Referat von Jenni war nun der Startschuss für ein neues Angebot des Vereins. Mit einer Event-Reihe will «Start Smart Schlieren» dem Umstand Rechnung tragen, dass sich die Unternehmen nicht nur in Schlieren ansiedeln sollen, sondern sich auch auf dem Markt positionieren und sich vermarkten müssen, damit sie ins Laufen kommen. Einmal im Monat referieren deshalb künftig erfahrene Unternehmer über Themen rund um die Firmengründung.

Für Firmen aus dem ganzen Bezirk

«Ziel ist es, den Jungunternehmern jeden Monat einen Anlass zu bieten, der ihnen etwas bringt», sagt Barbara Angelsberger, die im Rahmen von der Standortförderung die Events organisiert. Dabei wird unter anderem an einer nächsten Veranstaltung die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes vorgestellt, die Start-ups finanziell unterstützt. Weiter sind Veranstaltungen zu den Themen Marketing und Patentierung vorgesehen.

«Neben der Bereitstellung von Informationen sollen die Anlässe auch dazu dienen, Netzwerke aufzubauen», so Angelsberger. Die gesamte Reihe sei als Versuch gedacht. «Wir sind froh, wenn die Jungunternehmer selber Inputs bringen für mögliche Veranstaltungen», sagt sie. Zudem hoffe man, dass mit der Event-Reihe auch Firmen ausserhalb von Schlieren erreicht werden. «Die Themen sind so gewählt, dass sich auch andere Unternehmen im Bezirk angesprochen fühlen sollen», sagt Angelsberger. (zim)