Der Andrang an den 1976 begonnenen Weinverkäufen in Oberengstringen war derart gross, dass die Gemeinde im Werkhof eine Festwirtschaft einrichtete, wo sich die Leute beim Warten mit Würsten verköstigen konnten. 1982 bot die Männerriege erstmals gegenüber dem Werkhof, im «Räbhüsli», Raclette an. Das Weinfest war geboren.

Das Fest gibt es bis heute. Allerdings sind die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Deshalb ist das Organisationskomitee darum bemüht, Ideen für eine Trendwende zu sammeln. Am Mittwochabend lud es nun Vereine und weitere interessierte Kreise zu einer Diskussionsrunde ein.

Ziel der Veranstaltung war es, «nach vorne und nicht zurückzublicken», wie Lukas Vogt, Jugendbeauftragter der Gemeinde und OK-Mitglied, erklärte. Dabei sollen Ideen gesammelt und weiterentwickelt werden. «Sie dürfen visionär und kreativ sein», so Vogt.

Nur noch zwei statt drei Tage

An Ideen und auch an Rückhalt für das Fest mangelte es denn auch nicht. Rund 50 Personen, die meisten Vertreter eines Dorfvereins, fanden sich im Zentrumssaal ein. Sie setzten damit ein Zeichen für das Fortbestehen des Weinfestes. Allerdings gilt es aus ihrer Sicht, einiges zu überdenken.

So regten einige Vereinsvertreter an, dass das Fest jedes Jahr einen anderen Aufhänger präsentieren soll. Als Beispiele wurde etwa ein Seifenkistenrennen oder ein Behördenrennen genannt. Ein anderer, oft geäusserter Wunsch betraf die Länge des Anlasses. Viele Vereine plädierten dafür, das Fest nur noch an zwei Tagen statt wie bislang an drei Tagen durchzuführen. Dies würde die Suche nach Freiwilligen für einen Einsatz in einer der Festbeizen erleichtern.

Das Festgelände war ebenfalls Gegenstand der Diskussion. Einige Anwesende monierten, dass zwischen der Chilbi auf dem Pausenplatz des Schulhauses Allmend und dem «Räbhüsli» eine zu grosse Distanz bestehe. Deshalb soll das Festgelände kompakter zusammengefasst werden. Es war sogar von einem einzigen grossen Zelt die Rede, das durch verschiedene Vereine bewirtschaftet wird.

Die Ideen werden nun gesammelt und an der nächsten Sitzung des OK diskutiert. Dort werden auch alle Vereine anwesend sein, die 2013 am Weinfest mitgewirkt haben.