Birmensdorferstrasse
Die Urdorfer Rumpelpiste wird jetzt endlich saniert

Der Regierungsrat hat das 12-Millionen-Projekt Feld- und Birmensdorferstrasse nun festgesetzt. Im Oktober gehts los.

David Egger
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Am 2. Oktober beginnen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Feld- und der Birmensdorferstrasse in Urdorf.

Am 2. Oktober beginnen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Feld- und der Birmensdorferstrasse in Urdorf.

Die holprige Birmensdorferstrasse startet definitiv in eine neue Ära: Wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte, hat er das Bauprojekt festgesetzt, zu dem neben der Birmensdorferstrasse auch die Feldstrasse gehört, die von vier auf zwei Spuren zurückgebaut wird.

Zwar gilt eine 30-tägige Rekursfrist, doch landet das Projekt eher nicht vor Verwaltungsgericht. Denn die acht Einsprachen bezogen sich hauptsächlich auf die Bushaltestelle Rainweg, die von der Feldstrasse 19–21 zur Feldstrasse 29–31 hätte umplatziert werden sollen, um sie für Busbenutzer besser zugänglich zu machen. Nachdem sich die Anwohner aber deutlich wehrten, bleibt die Haltestelle an ihrem Standort. Das hiess nun auch der Regierungsrat gut.

Die Busbucht bei der Haltestelle Neumatt, die der Kantonsrat im Mai für Mehrkosten von 70 000 Franken ins Projekt hievte, ist nun auch fertig geplant. Sie wird – wie schon die ursprünglich geplante Fahrbahnhaltestelle – nicht am heutigen Haltestellenstandort, sondern östlich statt westlich der Einmündung der Neumattstrasse in die Feldstrasse zu stehen kommen. Neben behindertengerechten Bushaltestellen, der Erneuerung von Strassenbelag, Entwässerung und Beleuchtung gehört zum Projekt auch der neue Betonkreisel an der Kreuzung von Birmensdorfer- und Feldstrasse.

Das kostet 11,87 Millionen Franken, wenn man den südlichen Teil der Birmensdorferstrasse vom Spitzacker bis zum Ortseingang Oberurdorf nicht mitrechnet, der 2014 erneuert wurde. Den Gemeindeanteil – total 2,16 Millionen Franken – hiess das Urdorfer Volk am 27. September 2009 gut.

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Tage ist es am Freitag her, seit das Urdorfer Volk mit 1225 Ja- zu 1109 Nein-Stimmen dem Kredit für den Kostenanteil der Gemeinde zugestimmt hat.

Zuerst soll ab 2. Oktober bis Dezember die Feldstrasse gebaut werden. In dieser Zeit ist die Feldstrasse nur einspurig Richtung Birmensdorferstrasse befahrbar. Die Umleitung in die Gegenrichtung – sie betrifft auch den Bus 311 nach Dietikon – führt über die Schlierenstrasse. Ab Anfang 2018 wird der Abschnitt Birmensdorferstrasse von der Luberzen bis zur Schlierenstrasse gemacht, danach jener von der Schlieren- bis zur Feldstrasse. Zuletzt wird der Kreisel gebaut. Er wird bis 2019 fertig.

Zuerst wird die Feldstrasse erneuert, dann die Birmensdorferstrasse und am Schluss wird der Kreisel Feld- und Birmensdorferstrasse gebaut.     

Zuerst wird die Feldstrasse erneuert, dann die Birmensdorferstrasse und am Schluss wird der Kreisel Feld- und Birmensdorferstrasse gebaut.     

«Dass der Regierungsrat das kantonale Projekt nun festgesetzt hat und ein zeitnaher Baubeginn absehbar ist, freut uns», sagt der Abteilungsleiter Werke der Gemeinde Urdorf, Claudio Fiechter. Die Gemeinde ist überzeugt, dass die Sicherheit des Langsamverkehrs und insbesondere der Schulkinder erhöht wird. «Auch die Lebensqualität entlang dieser Verkehrsachsen wird verbessert», hält Fiechter fest.

Nicht zum Projekt gehört der kurze Teil der Birmensdorferstrasse zwischen Luberzen und Herweg-Kreuzung (über der A3). Er soll im Rahmen der zweiten Bauetappe der Limmattalbahn erneuert werden. Stand heute gehen die Planer davon aus, dass die Hauptarbeiten an der Herweg-Kreuzung mit dem kurzen Abschnitt der Birmensdorferstrasse bis Ende 2021 auch abgeschlossen sind, dann also freie Fahrt gilt. «Diese Angaben sind jetzt aber noch ohne Gewähr. Die zuständigen Ingenieure beginnen derzeit die Detailplanung», sagt Fabienne Chappuis, stellvertretende Gesamtprojektleiterin der Limmattalbahn AG.