Eine alltägliche Situation: Lorena geht einkaufen. Sie möchte ein Dessert mit Früchten machen. Doch soll sie Erdbeeren oder Birnen nehmen? Die Besucher der Umwelt-Arena erfahren, welche Entscheidung umweltfreundlicher wäre. Auf einem Bildschirm können solche wissensvermittelnde Fragen beantwortet werden. Die richtige Antwort wäre in diesem Fall die Birne. Sie hat im Winter zwar nicht Saison, wird aber im Herbst geerntet und kann lange gelagert werden. Die Erdbeeren dagegen müssten importiert werden, wodurch Schadstoffe durch den Transport anfallen.

Der erste Teil der Ausstellung, «Was fliegt da in der Luft?», zeigt spielerisch auf, durch welche Alltagsentscheidungen Feinstaub und Ozon in der Luft verringert werden können. Ein dreidimensionales Modell zeigt eine Familie in einer Luftblase. Der Besucher beantwortet Fragen über den Bildschirm und verringert oder vermehrt so das Ozon und den Feinstaub in der Luftblase. Die Schadstoffe werden durch Ballons dargestellt. Max Chopard, der für die Sonderausstellungen in der Umwelt-Arena zuständig ist, sagt: «Wir wollen den Leuten nicht den Mahnfinger hinhalten. Wir wollen sie eher ‹gluschtig› machen, bewusster durchs Leben zu gehen.» Die Ausstellung vermittle praktische Tipps zur Reduktion von Schadstoffen in der Luft, die man zu Hause leicht umsetzen könne. Ein Beispiel wäre regional und saisonal einzukaufen.

Im zweiten Teil der Sonderausstellung des Kantons Aargau «Abfall ist wertvoll» geht es um die Abfallbewirtschaftung. Die Hauptaussage: Wer recycelt, trägt dazu bei, wertvolle Ressourcen zu sparen. Dabei erfährt der Besucher allerlei Interessantes. Diese Zeitung zum Beispiel besteht zu 80 Prozent aus Altpapier. Eine Papierfaser kann vier bis fünf Mal wiederverwendet werden. «Es gibt Leute, die nicht wissen, wie sie ihren Abfall richtig trennen sollten», erklärt Chopard. Die Ausstellung soll dazu motivieren, die Abfälle bei den Sammelstellen richtig zu entsorgen. Aber auch um das Verschwenden von Lebensmitteln geht es. In einem durchschnittlichen Kehrichtsack befinden sich bis zu 1,4 Kilogramm Grünabfälle. Die Hälfte davon sind Nahrungsmittel, wie man in der Ausstellung erfährt.

Doppel-Sonderausstellung: Noch bis zum 29. März in der Umwelt-Arena in Spreitenbach . Öffnungszeiten: Do bis So, jeweils ab 10 Uhr.