Unterengstringen
Die Tierwelt soll sich auf der Weidwiese entfalten können

Die Weidwiese hinter dem Ortsmuseum wird künftig sich selbst überlassen. Dies sei nicht aus Faulheit so, erklärt Gemeindepräsident Peter Trombik, sondern um der Tierwelt eine Zone zu bieten, in der sie sich entfalten könne.

Anina Gepp
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Dem Gemeinderat kam die Idee des «Naturparks» auf der Weidwiese spontan beim 1.-Mai-Rundgang.

Dem Gemeinderat kam die Idee des «Naturparks» auf der Weidwiese spontan beim 1.-Mai-Rundgang.

Um einen Blick auf die Weidwiese hinter dem Ortsmuseum Unterengstringen zu erhaschen, muss man sich derzeit durch meterhohes Gras kämpfen. Das soll sich bald ändern: Dem Gemeinderat schwebt vor, an diesem Plätzchen einen Naturpark gedeihen zu lassen, der den Besuchern des Ortsmuseums zugänglich gemacht werden soll. Die Idee sei spontan beim 1.-Mai-Rundgang des Gemeinderats entstanden, sagt Gemeindepräsident Peter Trombik.

Nicht etwa aus Faulheit

«Der Unterhalt dieser der Gemeinde gehörenden Wiese und die Pflege des alten Baumbestandes waren ein Dauerthema», so Trombik. Gerade kürzlich sei wieder ein Baum abgestorben und müsste eigentlich gefällt werden. Er muss nun aber doch nicht weichen – dank einer unkonventionellen Idee: «Wir haben uns überlegt, weshalb wir diesen toten Baum und die ganze Fläche nicht einfach grösstenteils so lassen», so Trombik. Dies nicht etwa aus Faulheit, sondern um der Tierwelt eine Zone zu bieten, in der sie sich entfalten könne.

Zwei Bienenvölker ziehen ein

Im neuen Naturpark einziehen werden zudem einige ganz besondere Bewohner. Ein altes Bienenhaus, das nun der Überbauung an der Bühlstrasse weichen muss und vom Besitzer der Gemeinde geschenkt worden ist, wird auf die Weidwiese gezügelt. «Wir möchten es in naher Zukunft in Betrieb nehmen und vorerst wahrscheinlich zwei Bienenvölker ansiedeln», erklärt Trombik.

Eine alte Brunnenstube in diesem Gebiet soll ebenfalls wieder freigelegt werden. «Wir möchten Besuchern damit auch einen kulturellen Aspekt bieten», so Trombik. Damit Interessierte überhaupt zur Weidwiese gelangen, soll diese möglichst am Ortsmuseum angeschlossen werden. Geplant sei eine Treppe, die auf die Wiese führe.

«Wir möchten das Ganze aber so zurückhaltend wie möglich verwirklichen. Schliesslich soll die Wiese möglichst naturbelassen bleiben», sagt der Gemeindepräsident. Eine biologische Begleitung sei nicht geplant. Das Projekt steht zurzeit noch in der Entwicklungsphase. Klar ist erst, dass die beiden Bienenvölker bald einmal auf die Weidwiese gezügelt werden.