Tennis
Die Tennisschule Caroline Cecchetto hat einen neuen Trainer – seinen Schülern möchte er Spass vermitteln

Mit Frank Schmidt hat die Tennisschule Caroline Cecchetto in Urdorf einen Trainer für alle Stufen gefunden.

Michel Sutter
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Frank Schmidt hat Gefallen gefunden an der Anlage des TC Weihermatt.

Frank Schmidt hat Gefallen gefunden an der Anlage des TC Weihermatt.

Limmattaler Zeitung

Es ist schwülwarm an diesem Nachmittag auf der Tennisanlage Weihermatt in Urdorf. Frank Schmidt (52) steht auf einem der Sandplätze und schlägt seiner Tennisschülerin, einer jungen Frau, ein paar Bälle zu. Die Atmosphäre ist locker, Schmidt macht ein paar Witze, die Frau lacht.

In der ersten Maiwoche hat der gebürtige Deutsche als Trainer der Tennisschule Caroline Cecchetto in der Weihermatt zu arbeiten begonnen. Er trainiert sowohl Kinder als auch Erwachsene, und zwar auf allen Stufen. «Am liebsten unterrichte ich aber die Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 18 Jahren», sagt er. «Mit diesen kann ich mich super unterhalten – nicht nur über Tennis, sondern auch über andere Dinge im Leben. Zudem ist es sehr spannend, zu sehen, wie sich ein Kind entwickelt.»

Schmidt ist nicht zum ersten Mal in der Schweiz tätig. Vor 14 Jahren wurde er als Cheftrainer im Nachwuchsbereich bei den Zürcher Grasshoppers engagiert. Neun Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete dort als selbstständiger Tennislehrer für Sporthotels und Klubs.

Doch für den ehemaligen Profi war klar, dass eine Rückkehr in die Schweiz nur eine Frage der Zeit war. «Ich habe mich als Tennislehrer bei Swiss Tennis ausschreiben lassen», sagt er. «Denn ich wollte unbedingt in die Schweiz zurückkehren.»

Suche nach einem Trainer

Im vergangenen Jahr wurde Schmidt von Caroline Cecchetto kontaktiert, der die Tennisschule Weihermatt seit drei Jahren gehört. «Was uns noch fehlte, war ein Trainer, der ambitionierte Spielerinnen und Spieler auf Wettkampfniveau betreuen kann», sagt Cecchetto. Deshalb habe sie bewusst einen Trainer gesucht, der über die entsprechende Ausbildung verfüge. «Frank hat das Wettkampf-B-Diplom, was bedeutet, dass er Spielerinnen und Spieler vom Regionalkader Zürich Tennis betreuen darf», so Cecchetto.

Doch Schmidt verfügt noch über zusätzliche Ausbildungen. Die wichtigste ist jene des staatlich geprüften Tennislehrers VDT, die in Deutschland angeboten wird und über drei Jahre dauert. Sie enthält neben dem sportlichen Aspekt auch den mentalen und medizinischen Bereich. Dazu hat er in der Schweiz noch die Ausbildung zum J-&-S-Trainer absolviert. «Er deckt damit mit mir und den anderen Trainern zusammen jede Stufe ab», so Cecchetto. «Das kommt bei einem Tennisclub relativ selten vor.» Mit Schmidt kann die Tennisschule jetzt Unterricht auf allen Stufen anbieten. Dabei reicht die Spannweite vom Vierjährigen bis zum Leistungsspieler.

Den Entscheid, einen Trainer auf diesem Niveau zu suchen, hat auch damit zu tun, dass die Tennisschule Caroline Cecchetto mit einem breiten Angebot auch aktiv die Zukunft des Tennisclubs Weihermatt unterstützen und begleiten möchte. «Im Tennisclub ist das Soziale anders als bei einer Academy sehr wichtig», sagt Cecchetto. «Daher ist es auch wichtig, dass die Mitglieder dem Club möglichst lange erhalten bleiben. Wir möchten langfristig alle Kinder und Junioren tennismässig ins Erwachsenenalter begleiten, damit sie dem Club möglichst lange erhalten bleiben. Und den erwachsenen Spielern möchten wir ein ihrem Niveau angepasstes Training bieten – ob Freizeit-, Interclub- oder Turnierspieler.» Und dazu benötige man eben einen Trainer, der möglichst alle Stufen unterrichten könne.

«Es passte einfach alles»

Dass sich Schmidt für die Tennisschule in der Weihermatt entschied, ist nicht nur für Cecchetto ein Glücksfall, sondern auch für Schmidt selbst. «Es hat einfach alles gepasst», sagt Schmidt. «Ich kam mit Caroline bestens zurecht und die Anlage hat mir auch sehr gut gefallen. Zudem konnte ich mich mit Ideen und Vorschlägen einbringen, was auch keine Selbstverständlichkeit ist. Ich bin ein Bestandteil der Tennisschule.»

Bei all der Kompetenz, die Schmidt hat, stellt sich die Frage: Werden künftig wieder mehr Nachwuchsspielerinnen und -spieler bei den Top-Teams des TC Weihermatt in der Interclubmeisterschaft mitspielen? Schmidt schüttelt den Kopf. «Das ist ein sehr weiter Weg», sagt er. Das Nationalliga-B-Team der Frauen zum Beispiel verfüge über Spielerinnen, die Spitzensportlerinnen seien. «Wenn eine von den Nachwuchsspielerinnen des Clubs den Sprung in dieses Team schafft, wäre das ein grosser Erfolg.»

Aber das sei auch nicht das primäre Ziel. «Die Spielerinnen und Spieler sollen vor allem Spass am Unterricht haben und auch mal an Wettkämpfen teilnehmen», sagt Schmidt. Dafür will er sich in seiner Funktion als Trainer einsetzen.

Tennis-Drohne wird in Urdorf präsentiert

Am Samstag, 2. Juni, tragen die Damen des in dieser Saison noch ungeschlagenen Nationalliga-B-Teams vom Urdorfer TC Weihermatt eine Heimrunde aus. Sie empfangen die Zürcher Grasshoppers. Dabei wird auf der Anlage auch eine Weltneuheit vorgestellt: eine Drohne, die wie ein Tennisball aussieht. Das Flugobjekt, das einen Durchmesser von zweieinhalb Metern hat, wird dabei vor den Spielen eine Attraktion für Gäste und Zuschauer sein. Die Drohne von der Firma Aerotain, einem Startup von ETH-Absolventen, kann sehr nahe bei Personen eingesetzt werden und über diese hinwegfliegen.

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