Oetwil
Die Tempo-30-Zone wird optimiert

Die Oetwiler Gemeindeversammlung hat einen Kredit von 63'000 Franken für die Arbeiten an Hüttikerstrasse genehmigt. Mit den Anpassungen soll die seit 2001 bestehende Tempo-30-Zone optimiert und saniert werden.

Sandro Zimmerli
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Tempo 30-Zone wird optimiert (Symbolbild)

Tempo 30-Zone wird optimiert (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Auf der Hüttikerstrasse in Oetwil werden zwei so genannte Belagskissen eingebaut. Zudem werden die der Verkehrsberuhigung dienenden Betonrohre durch Betontrapeze ersetzt. Einen entsprechenden Kredit über 63000 Franken zur Umsetzung dieser Massnahmen haben die 40 anwesenden Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend mit 23 zu 4 Stimmen genehmigt.

Pflanzen schlecht gepflegt

Mit den Anpassungen soll die seit 2001 bestehende Tempo-30-Zone an der Hüttikerstrasse optimiert und saniert werden. Die Belagskissen, die auf Höhe der Liegenschaften Hüttikerstrasse 10 und 29 geplant sind, sollen dazu dienen, das zu schnelle Talwärtsfahren zu behindern. Die Trapeze ihrerseits werden zur optischen Vereinheitlichung der Tempo-30-Zonen auf den Gemeindestrassen gebaut.

So war der Gemeinderat schon seit geraumer Zeit mit dem Erscheinungsbild der Betonrohre unzufrieden, weil unter anderem die ursprünglich in den Rohren eingebrachten Bepflanzungen über Jahre hin nur unzureichend gepflegt wurden.

Nachdem nun 2010 die Erweiterung der Tempo-30-Zonen im unteren Dorfteil sowie an der Dorfstrasse im östlichen Ortsteil erfolgt ist und dort zu Verkehrsberuhigung Betontrapeze installiert wurden, sah der Gemeinderat die Zeit gekommen, solche Trapeze auch an der Hüttikerstrasse zu bauen. Gleiches wird auch an der Dorfstrasse auf Höhe des Kindergartens Oberdorf geschehen, sobald dort die neuen Mehrfamilienhäuser fertig sind.

Anwohner sind unzufrieden

Obwohl das Verdikt der Abstimmung letztlich deutlich ausfiel, gab es auch kritische Voten. Insbesondere von Anwohnern der Hüttikerstrasse. Sie sind mit der Situation unzufrieden und bemängeln, dass das vorgeschriebene Tempo nur ungenügend eingehalten werde. Noch immer würden viele Automobilisten deutlich über 30 km/h fahren. Sie forderten deshalb, generell mehr Polizeikontrollen durchzuführen – oder noch besser: eine Radarfalle an der Hüttikerstrasse aufzustellen. Zudem soll der Gemeinderat mit der Nachbargemeinde Hüttikon vermehrt in Kontakt treten, um die unbefriedigende Situation zu verbessern.

Regelmässige Kontrollen

Bauvorstand Walter Bühler entgegnete, dass die Exekutive schon immer mit Hüttikon im Kontakt sei. «Zudem werden an der Hüttikerstrasse regelmässig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, allerdings ist die Ausbeute relativ schlecht», so Bühler. Gemeindepräsident Paul Studer versprach, dass man sich weiterhin Gedanken machen werde, wie man das Problem in den Griff kriegen könne.

Gänzlich ohne Diskussion ging dagegen das zweite Traktandum des Abends über die Bühne. Ohne Gegenstimme wurde die Rechnung 2010 verabschiedet. Bei einem Aufwand von rund 7,2 Millionen Franken und einem Ertrag von etwa 7,7 Millionen Franken schliesst sie mit einem Ertragsüberschuss von rund 500000 Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 329600 Franken.

Studer erklärte, das gute Resultat sei insbesondere auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Zudem seien in verschiedenen Bereichen, unter anderem in der sozialen Wohlfahrt, weit weniger Kosten angefallen als budgetiert. Durch den Gewinn erhöht sich das Eigenkapital auf 6,17 Millionen Franken.