Unterengstringen

Die «Swiss Lady» traf auf «Alperose»

Teils unerwartet, aber stets schweizerisch: Das Konzert der Jugendmusik rechtes Limmattal.

Teils unerwartet, aber stets schweizerisch: Das Konzert der Jugendmusik rechtes Limmattal.

Unter dem Motto «Schwiizer Abig» brachte das Jahreskonzert der Jugendmusik rechtes Limmattal beinahe alle Facetten Helvetiens ins Limmattal und sorgte für zufriedene Gesichter.

Die helvetische Nationalflagge zierte die Bühnenwand, dies war aber nicht das einzige Symbol des Schweizertums. Auch waren zwei Kuhglocken und vier Kistchen mit roten Gladiolen und weissen Margeriten vor dem Podest drapiert. Gelbe Wanderweg-Tafeln, mit Aufschriften wie Felsenegg, Andelfingen und Winterthur, sollten das Heimatgefühl noch verstärken. Unter dem Motto «Schwiizer Abig» bot die Jugendmusik rechtes Limmattal, unter der Leitung von Mirjam Löliger, wahrlich ganzheitliches Erlebnis. In einer Zürcher Tracht führte Angie Schmutz charmant und humorvoll durch den Abend.

Heimelige Alphornklänge

So war denn auch das Musikprogramm am Samstagabend im Gemeindesaal Büel volkstümlich ausgestaltet. Den Auftakt als Special Guest machte die Alphornspielerin Susanne Hertner aus dem bündnerischen Pany. Das Spektrum der Stücke im ersten Teil reichte von der «Alpestimmig» übers legendäre «Träumli» der Bossbuebe, dem Gölälied «I hätt no viu blöder ta» bis zu «Hemmige» von Mani Matter.Susanne Hertner und Ricardo Zimmermann eröffneten mit ihrem Alphorn auch den zweiten musikalischen Teil. Die «Swiss Lady» traf auf Polo Hofer mit «Alperose». Das Ensemble überraschte gen Ende mit bekannten «Schwiizer Liedern».

«Es ist das eingetroffen, was ich mir erhofft hatte: Ein voller Saal, ein gut gelauntes Publikum sowie urchige Alphorn-Klänge, die unter die Haut gingen», sagte die Präsidentin der Jugendmusik rechtes Limmattal Karin Engeli im Anschluss an das Konzert. Für sie sei es ein typisch schweizerisches Programm gewesen, das begeisterte. Zudem: «Es spielten Musikantinnen und Musikanten, die sich sichtlich freuten und mit Eifer dabei waren. Auch die Dirigentin war mit der Leistung zufrieden und in den Gesichtern der Gäste war die Freude deutlich abzulesen», sagte Engeli weiter.

Bürkis Arrangement überzeugt

Der Trompeter Diego Pallaoro fügte an: «Die speziell schweizerischen Alphörner haben mir prima gefallen.» Zu seinem Lieblingsstücken gehörten Polo Hofers «Alperose» sowie Mani Matters «Hemmige». Besonders das Arrangement von Mario Bürki habe es ihm angetan. Pallaoro genoss aber auch die «Schwiizer Lieder»: «Diese habe ich sehr gerne gespielt.»

Nicht nur bei Musik und Dekoration war Helvetia omnipräsent, auch der Wettbewerb stand ganz in ihrem Zeichen. Bilder der Schöllenenschlucht, der Monte-Rosa-Hütte, des Schlosses Tarasp, des Landwasserviadukts und der Blüemlisalp galt es – natürlich verbunden mit bekannten Schweizer Volksliedern – zu erraten. Auch die Kulinarik war ganz und gar volkstümlich gehalten. Vor dem Konzert und während der Pause verwöhnte die Küchenbrigade die Gäste mit Gehacktem mit Hörnli und Apfelmus.

Meistgesehen

Artboard 1