Zum Abschluss muss der EHC Urdorf nochmals auswärts antreten. Die «Stiere» spielen am Samstag gegen Dielsdorf-Niederhasli. Es ist die letzte Partie der Urdorfer in der regulären 3.-Liga-Saison. Eine Partie, die weder für die Urdorfer noch für ihren Gegner von Bedeutung ist.

Dielsdorf-Niederhasli liegt mit nur drei Punkten am Tabellenende und kann die rote Laterne selbst bei einem Sieg gegen die «Stiere» nicht mehr abgeben. Die Teilnahme an der Abstiegsrunde stand für die Unterländer sowieso schon seit längerer Zeit fest.

Und Urdorf wird in der Tabelle im Mittelfeld blieben. Die ersten beiden Ränge, die für die Aufstiegsplayoffs relevant sind, sind für die Limmattaler unerreichbar. Neun Punkte fehlen ihnen auf den Tabellenzweiten Zugerland, wobei der direkte Wiederaufstieg für die «Stiere» schon zu Saisonbeginn kein Thema war. Mit einem Sieg zum Abschluss können sie sich wenigstens noch vom siebten auf den sechsten Tabellenrang verbessern.

Es wäre das versöhnliche Ende einer Saison, in der die Urdorfer ihr Ziel verfehlt haben. Vor dem Saisonstart hatten sie den dritten Platz anvisiert. Doch auf diesen dritten Rang haben die «Stiere» mittlerweile sechs Punkte Rückstand. Und dieser kommt nicht von ungefähr. Der Mannschaft von Trainer André Wismer fehlte es in dieser Spielzeit an der nötigen Konstanz.

Das zeigte sich schon während der ersten vier Runden dieser Saison. Auf einen Sieg folgte jeweils eine Niederlage, wobei die Limmattaler nur in der Fremde gewinnen konnten, zweimal verloren sie zu Hause im Penaltyschiessen. Mit dem 3:2-Heimsieg gegen Bülach nach Verlängerung schien der Bann gebrochen. Doch dann folgte wieder ein Rückschlag für die Urdorfer, als sie zu Hause Zugerland unterlagen.

Im Dezember hatten die «Stiere» dann ihre stärkste Phase in dieser Saison mit drei Siegen in Folge gegen Dielsdorf-Niederhasli, Rapperswil-Jona und Thalwil. Es sollte die längste Siegesserie der Saison bleiben. Allerdings – und irgendwie symptomatisch für diese Saison – folgte auf den Höhenflug gleich wieder ein Rückschlag. Gleich viermal in Folge mussten die Urdorfer anschliessend als Verlierer vom Eis, zweimal davon vor heimischen Publikum. Tiefpunkt war die 2:12-Niederlage in Bülach, die höchste Urdorfer Pleite der Saison.

Ein Sieg in sechs Spielen

Auch im anschliessenden Spiel gegen Zugerland unterlagen die «Stiere» mit 0:2, doch im Nachhinein wurde ihnen ein 5:0-Forfaitsieg zugesprochen. Dieser löste aber keine Wende aus. Gegen Rapperswil-Jona folgte die nächste Heimniederlage 1:4. Und auch am vergangenen Sonntag im Nachholspiel gegen den Akademischen EC Zürich lagen die «Stiere» bis eine Viertelstunde vor Schluss mit 0:2 zurück, ehe sie mit vier Toren in Folge das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden konnten.

Von den letzten sechs Spielen – die Partie gegen Zugerland, die Forfait gewertet wurde, mal ausgeklammert – konnten die Urdorfer nur eines gewinnen. Zuvor hatten sie in zehn Runden immerhin sechsmal gewonnen. Das zeigt, dass sie die Chance auf eine bessere Platzierung in der zweiten Saisonhälfte verpasst haben.

Der EHC Urdorf wird also auch die nächste Saison in der 3. Liga bestreiten. Ungewiss bleibt, ob dann eine Rückkehr in die 2. Liga zum Ziel gesetzt werden wird. Zwar haben die Limmattaler immer wieder gute spielerische Ansätze gezeigt. Doch gerade in den Phasen, in denen sie in Front lagen, wirkten sie oft nicht souverän, sondern gaben die eine oder andere Führung noch aus den Händen.

Doch das spielt in der abschliessenden Partie gegen Dielsdorf-Niederhasli keine Rolle mehr. Gegen das Schlusslicht der Gruppe sind die Limmattaler klar favorisiert.