Oberengstringen

Die steigende Schülerzahl belastet die Finanzen

Nächstes Jahr wird die Gebäudehülle des Gemeindehauses saniert.

Nächstes Jahr wird die Gebäudehülle des Gemeindehauses saniert.

Die Oberengstringer Gemeindeversammlung hat das Budget 2020 genehmigt. Der Steuerfuss bleibt bei 112 Prozent.

Brisante Themen fehlten an der Gemeindeversammlung in Oberengstringen. Folglich erschienen Montagabend nur 46 Stimmberechtigte. Nachdem Finanzvorstand Jürg Bruppacher (CVP) das Budget 2020 vorgestellt hatte, genehmigten die Oberengstringer dieses einstimmig. Auch der gleichbleibende Steuerfuss von 112 Prozent wurde einstimmig angenommen.

Das Budget rechnet mit einem leichten Plus von 68'000 Franken. Dem erwarteten Ertrag von 44,21 Millionen Franken steht ein geplanter Aufwand von 44,14 Millionen Franken gegenüber.

550'000 Franken für künftige Grossausgaben

Eigentlich hätte der Überschuss 618'000 betragen, der Gemeinderat entschied sich, 550'000 Franken in die finanzpolitische Reserve einzulegen, wie Bruppacher erklärte. Damit machte die Gemeinde von einer neuen Möglichkeit im Harmonisierten Rechnungsmodell 2 Gebrauch, die es ermöglicht, für kommende Ausgaben finanzielle Reserven aufzubauen. Der grösste Ausgabenposten ist die Bildung mit 13,24 Millionen Franken. Der Mehraufwand von 555'000 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget sei vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen, sagte Bruppacher. Die Einführung des Lehrplans 21 mit dem neuen Fach «Medien und Informatik» macht die Anschaffung neuer Geräte wie Tablets nötig. Und die Anzahl Schüler steigt voraussichtlich von 589 auf 632 an. Deshalb nehme auch die Besoldung des Lehrpersonals zu, so der Finanzvorstand.

Hinter der Bildung folgt die Soziale Sicherheit mit einem Aufwand von 7,18 Millionen Franken. Die im Vergleich zum Vorjahresbudget um 200'000 höheren Kosten seien wesentlich bedingt durch die Zunahme von Klienten und komplexeren Fällen. Im Asylwesen wird von einer Abnahme der Klientenzahl ausgegangen. Bei der Gesundheit rechnet die Gemeinde mit einem Aufwand von 3,38 Millionen Franken. Dies ist grösstenteils auf höhere Kosten für die Spitex-Pflegefinanzierung zurückzuführen.

Bei den allgemeinen Gemeindesteuern rechnet Oberengstringen mit Einnahmen von 19,53 Millionen Franken – eine gute halbe Million weniger als letztes Jahr. Dafür wird bei den geplanten Grundstückgewinnsteuern von 1,42 Millionen Franken ein Mehrertrag von 200'000 Franken erwartet. Und auch der Ertrag beim kantonalen Ressourcenausgleich fällt mit 7,6 Millionen Franken um 1,29 Millionen höher aus als 2019.

Mit der Jubiläumsdividende der ZKB wird gefeiert

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betragen 6,55 Millionen Franken und im Finanzvermögen 200'000 Franken. Am stärksten schlage die Sanierung der Aussenhülle des Gemeindehauses zu Buche, sagte Bruppacher. Auch die Sanierung der Kanalisation im westlichen Teil der Kirchstrasse gehörte zu den grössten Investitionen.

Nächstes Jahr schüttet die Zürcher Kantonalbank zum 150. Geburtstag eine Jubiläumsdividende an alle Gemeinden im Kanton Zürich aus. Die knapp 200'000 Franken will Oberengstringen für diverse Feiern im Rahmen des eigenen 1150-Jahr-Jubiläums einsetzen.

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