Renovationsprojekt

Die Stadthaus-Tiefgarage wird saniert – nebst geplanten E-Ladestationen ändern sich nicht nur die Preise

Die Schlieremer Stadthaus-Tiefgarage wird modernisiert.

Die Schlieremer Stadthaus-Tiefgarage wird modernisiert.

1,56 Millionen Franken hat der Schlieremer Stadtrat bewilligt, um die Stadthaus-Tiefgarage zu sanieren und zu modernisieren.

Die Tiefgarage des 1978 erstellten Schlieremer Stadthauses ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit: Die heutigen Anforderungen an Gebäudestatik und Brandschutz erfüllt sie nicht mehr. An den Betonpfeilern und -wänden wurden zudem erste Anzeichen von Korrosion festgestellt. «Sanierungs- und Verstärkungsarbeiten sollten in den nächsten zwei bis vier Jahren vorgenommen werden», hält der Schlieremer Stadtrat nun in einem Beschluss fest, mit dem er 1,56 Millionen Franken für die Sanierung und Modernisierung der Tiefgarage genehmigt hat. Das sind 60'000 Franken mehr als ursprünglich in der Finanzplanung vorgesehen.

Der Grossteil davon, nämlich 1,39 Millionen Franken, betrifft die eigentliche Sanierung; hierbei handelt es sich um eine gebundene Ausgabe. Die anderen 170'000 Franken gelten als nicht gebunden.

Die Arbeiten sollen zwischen Juli 2020 und Februar 2021 erledigt werden. Unter anderem ist auch eine Modernisierung der Elektroinstallationen vorgesehen. So soll die heutige ­Innenbeleuchtung durch LED-­Leuchten ersetzt werden. Auch die Notbeleuchtung inklusive Fluchtwegleuchten wird ersetzt. Auch Parkuhren gibt es neue – und zwar solche von der Dietiker Digitalparking AG (ehemals Taxomex AG).

Die neuen Parkuhren könnten auch auf digitalem Weg Geld schlucken, namentlich über die Apps Parkingpay, Easypark und Twint. «In diesem Fall muss die Tiefgarage mit einer GSM-Antenne ausgerüstet werden, um den mobilen Empfang sicherzustellen», heisst es hierzu im Stadtratsbeschluss.

Neu sieht man von aussen, wie viele Plätze frei sind

Bei der Einfahrt zur Tiefgarage an der Freiestrasse gibt es zudem neu eine Anzeigetafel, die die Anzahl freier Parkplätze anzeigt – man kennt dieses System bereits von zahlreichen anderen Tiefgaragen. Zu diesem Zweck wird jeder Parkplatz einzeln überwacht, indem über jedem ein entsprechender Sensor angebracht wird.

Neben diesen Neuerungen und den üblichen Sanierungsarbeiten bringt das Bauprojekt Veränderungen mit sich, die die Elektromobilität betreffen. So soll in der Tiefgarage neu eine Fläche für Veloabstellplätze ausgeschieden werden. In einem abschliessbaren Schrank sollen Ladestationen für E-Bike- Akkus installiert werden. «Es stehen den Mitarbeitenden mehrere E-Bikes zur Verfügung», schreibt der Stadtrat. Dass die Angestellten der Stadt Schlieren für Fahrten auf zwei Rädern zu haben sind, zeigt schon seit mehreren Jahren ihre Teilnahme an der jährlichen Aktion «Bike to work». Das Engagement der Stadt für die Elektromobilität endet aber nicht bei den E-Bikes. Auch E-Autos sollen gefördert werden.

«Durch die zentrale Lage der Tiefgarage ist es sinnvoll, hier E-Ladestationen für die Bevölkerung sowie für städtische E-Fahrzeuge anzubieten. Mit dem Renovationsprojekt soll deshalb bei der Einfahrt zur Tiefgarage und den heutigen Aussenbesucherparkplätzen in Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) ein Carport mit Photovoltaik-Anlage, Batterie und E-Ladestationen geplant werden. Die Ladestationen werden gebührenpflichtig sein und von den EKZ für mindestens die nächsten 20 Jahre im Contractingverhältnis betrieben.

Neu während 24 Stunden pro Tag gebührenpflichtig

Auch die Preispolitik ändert sich mit der Erneuerung der Tiefgarage: Neu werden die Parkplätze während 24 Stunden gebührenpflichtig sein. Bisher erstreckte sich die Gebührenpflicht nur auf die Zeit zwischen 8 und 19 Uhr an Werktagen und 8 bis 16 Uhr an Samstagen. Mehr als die Hälfte der heute rund 40 Parkplätze wird von Mitarbeitern der Stadt gemietet.

Die Planung der Tiefgaragenerneuerung ist vor einigen Jahren gestartet. 2016 hatte der Stadtrat 70'000 Franken für eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung genehmigt. 2019 bewilligte er zusätzliche 25'000 Franken, um das Projekt auf die Massnahmen für die Elektromobilität erweitern zu können. 

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