Bislang führten die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf und die Kantonspolizei in Schlieren je einen eigenen Schalter. Ab dem 1. Januar wird sich das nun ändern. Die beiden Polizeikorps werden unter einem Dach an der Freiestrasse 4 untergebracht, wie die Stadt Schlieren in einer Mitteilung schreibt.

Bislang betrieb die Stadtpolizei ihren Schalter im Stadthaus, die Kantonspolizei im Haus nebenan, im «Sennhof» bei der Salmenkreuzung. «Weil viele Kundinnen und Kunden die genaue Aufgabentrennung der beiden Korps nicht kennen, mussten sie oftmals vom einen Haus ins andere wechseln», heisst es in der Mitteilung. Damit ist nun Schluss.

Der Betrieb eines gemeinsamen Schalters hat aber noch andere Vorteile. «Mit der Auslagerung der Stadtpolizei wird im Stadthaus dringend benötigter Büroplatz frei. Das starke Bevölkerungswachstum und neue, zusätzliche Aufgaben haben dort in den letzten Jahren zu verschärften Platzproblemen geführt», schreibt die Stadt.

Diese doppelte Verbesserung freut denn auch den Ressortvorsteher Sicherheit und Gesundheit der Stadt Schlieren. «Es ist ein doppelter Gewinn. Die Bürgerinnen und Bürger haben jetzt einen einfacheren Zugang zu den unterschiedlichen Dienstleistungen. Und die Mitarbeitenden der Polizei haben mit den neuen Räumlichkeiten verbesserte Arbeitsbedingungen erhalten», wird Pascal Leuchtmann (SP) zitiert. Dem städtischen Polizeikorps stünden am neuen Standort eine eigene Küche, ein Pausenraum, ein Sitzungszimmer sowie grössere sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Auch die Kantonspolizei sieht im gemeinsamen Polizeiposten viele Vorteile. «Eine starke Polizeipräsenz im Zentrum ist nicht nur für die Erreichbarkeit und Bürgernähe wichtig, sie trägt allein schon durch ihre Sichtbarkeit massgeblich zur Prävention und damit zum Sicherheitsgefühl bei», wird Martin Litscher, Chef der Regionalabteilung Limmattal/Albis der Kantonspolizei Zürich, zitiert.

Bereits heute arbeiten die beiden Polizeikorps in verschiedenen Bereichen zusammen, etwa bei der Durchführung von gemeinsamen Einsätzen beziehungsweise Kontrollen, der Aus- und Weiterbildung sowie der Informatik und der Beschaffung von neuen Uniformen.