Schlieren
Die Stadt Schlieren unterstützt das Schlierefäscht mit 300 000 Franken

Das Parlament genehmigt einen Betriebsbeitrag an den Verein «Event Schlieren». Damit beteiligt sich die Stadt vorerst nur am nächsten Schlierefäscht im Jahr 2015. Der ursprüngliche Antrag des Stadtrats sah keine zeitliche Beschränkung vor.

Florian Niedermann
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Zumindest für das Schlierefäscht im Jahr 2015 erhält der Verein «Event Schlieren» finanzielle Unterstützung der Stadt. Dann werden auf den Schlieremer Bühnen wieder Stars wie Soulsänger Seven (im Bild) zu sehen sein.

Zumindest für das Schlierefäscht im Jahr 2015 erhält der Verein «Event Schlieren» finanzielle Unterstützung der Stadt. Dann werden auf den Schlieremer Bühnen wieder Stars wie Soulsänger Seven (im Bild) zu sehen sein.

Die Stadt Schlieren unterstützt den Verein «Event Schlieren» bei der Planung und Durchführung des Schlierefäschts 2015 mit insgesamt 300 000 Franken. Einen entsprechenden Antrag genehmigte das Parlament gestern Abend einstimmig. Dies aber erst, nachdem am stadträtlichen Antrag zwei Änderungen vorgenommen wurden.

Ursprünglich wollte die Exekutive nämlich eine Leistungsvereinbarung mit dem Verein abschliessen, wonach dieser in Zukunft alle vier Jahre ein Schlierefäscht organisieren soll. In seinen Statuten wäre unter anderem festgeschrieben worden, dass im Falle einer Auflösung des Vereins sein Vermögen an die Stadt übergeht.

GPK wollte nur zwei Durchführungen

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) war mit diesem Antrag jedoch nicht zufrieden. Sie wollte, dass die Stadt ihre Beiträge vorerst auf zwei Durchführungen in den Jahren 2015 und 2019 beschränkt. Ausserdem sollte die Klausel, dass das Vereinsvermögen bei einer Auflösung an die Stadt übergeht, nicht nur in den Statuten von «Event Schlieren» festgeschrieben werden, sondern auch in der Leistungsvereinbarung der Stadt mit dem Verein. «Ansonsten kann der Verein diesen Punkt in seinen Statuten jederzeit abändern», erklärte GPK-Präsident Pascal Leuchtmann (SP).

FDP forderte kulturelle Nutzung

Diese Forderung unterstützte die FDP zwar. Sie verlangte in einem weiteren Änderungsantrag aber, dass der Verein eine solche Klausel in seine Statuten aufnehmen und für unabänderlich erklären müsse. Ausserdem solle die Leistungsvereinbarung festhalten, dass die Stadt das Vereinsvermögen im Fall einer Auflösung für kulturelle Zwecke verwendet, sagte Lucas Arnet (FDP).

Der Fraktion JSVP/SVP reichte die Forderung der GPK, die Betriebsbeiträge auf zwei Durchführungen zu beschränken, noch nicht: Sie stellte den Änderungsantrag, dass die Stadt nur für das Schlierefäscht im Jahr 2015 Geld spricht. «Es gibt zu viele Faktoren, die das Gelingen eines solchen Fests beeinflussen», sagte Beat Kilchenmann (SVP). So sei etwa nicht sicher, dass sich für das Schlierefäscht 2019 wieder engagierte Leute für das Organisationskomitee finden und ausreichend Sponsorengelder generieren liessen.

Je 125 000 in nächsten zwei Jahren

Das Parlament stimmte schliesslich dem Antrag des Stadtrats unter Berücksichtigung der Änderungsanträge von FDP und SVP/JSVP zu. Nachdem 2013 bereits 50 000 Franken für den Betriebsbeitrag an den Verein «Event Schlieren» budgetiert sind, wird die Stadt in den zwei kommenden Jahren je weitere 125 000 Franken sprechen.