Dietikon
Die Stadt öffnet die Turnhallen wieder für die Vereine

Sportanlagen müssen coronabedingt geschlossen sein ‒ doch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können die Gemeinden Ausnahmen machen. Dietikon lässt Vereine nun wieder in Turnhallen, in Singsäle und ins Hallenbad.

Oliver Graf
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Primarschüler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken: Eine strikte Maskenpflicht wird auch für Vereine mit jungen Mitgliedern gelten, die die Dietiker Turnhalle nutzen wollen.

Primarschüler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken: Eine strikte Maskenpflicht wird auch für Vereine mit jungen Mitgliedern gelten, die die Dietiker Turnhalle nutzen wollen.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Es kommt wieder etwas Bewegung in den Vereinssport – zumindest im Jugendbereich: So öffnet die Stadt Dietikon die Turnhallen, die Singsäle und das Hallenbad für gewisse Vereinsaktivitäten mit Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren. «Für Personen ab dem 16. Geburtstag ist die Nutzung der Hallen untersagt», heisst es im Schutzkonzept der Schule Dietikon. Zudem gilt für die externen Benutzerinnen und Benutzer von Turnhallen und Sportplätzen generell, dass sie die Vorgaben des Bundes für Sportaktivitäten einhalten müssen.

Gemäss diesen Vorgaben müssen Sportanlagen coronabedingt zwar geschlossen sein – sie können aber für Sportaktivitäten von Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre geöffnet werden. Dies gilt nicht nur für Turnhallen, sondern beispielsweise auch für Kunsteisbahnen oder Skaterhallen. Erwachsene dürfen kleine Kinder in die Anlage begleiten, aber selber keinen Sport betreiben, heisst es beim Bund.

Gemeinden können entscheiden, ob sie die Hallen öffnen wollen

Der Entscheid über die Öffnung der Hallen obliegt dabei den Gemeinden. Der Dietiker Stadtrat hat sich nun für diesen Schritt entschieden: «Er möchte den jungen Vereinsmitgliedern eine sinnvolle Beschäftigung ermöglichen», begründet er seinen Entschluss.

Vereine, die Turnhallen, Singsäle oder das Hallenbad benutzen wollen, müssen ein Schutzkonzept vorweisen, das von der Dietiker Gemeindeführungsorganisation abgenommen worden ist, wie es bei der Stadt auf Anfrage heisst. Zudem ist das Tragen einer Gesichtsmaske für alle teilnehmenden Kinder und Jugendliche Pflicht. Genutzt werden können die Anlagen ab Montag. Die Regelung gilt, solange Bund oder Kanton nicht neue Vorgaben machen. Das Kartell der Ortsvereine Dietikon begrüsst die neue Entwicklung; dies komme den Vereinen entgegen.

Wie Dietikon machen auch andere Gemeinden von den Ausnahmemöglichkeiten Gebrauch. So sind etwa die Kunsteisbahn und das Hallenbad in Urdorf eigentlich geschlossen. «Davon ausgenommen sind die Nutzung durch die Schule sowie durch Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre (Vereinstrainings und Öffentlichkeit)», wie es auf der Website der Gemeinde heisst.