Schlieren

Die Stadt baut bis 2013 Angebot an betreuten Wohnungen aus

Ein Pfleger massiert die Hand einer alten Frau (Symbolbild)

Ein Pfleger massiert die Hand einer alten Frau (Symbolbild)

Der Stadtrat von Schlieren hat das neue Pflegeversorgungskonzept genehmigt. Besonders im Bereich «Wohnen zu Hause» soll sich die Situation in der Gemeinde ab Juli 2013 stark verbessern

«Das Hauptanliegen der Stadt ist es, dass die Schlieremer Einwohner hier auch im Alter gut leben können und nicht auswärts platziert werden müssen», erklärt Robert Welti, Ressortvorsteher Soziales der Stadt . Dabei gelte die Maxime, die Selbstständigkeit der Senioren und Seniorinnen zu fördern, also die Pflege ambulant statt stationär zu leisten.

Die Erstellung eines Pflegeversorgungskonzepts verlangt der Kanton Zürich von allen Gemeinden. Im Falle Schlierens wurde es durch Welti und Schwester Elisabeth Müggler, Stabsstelle Soziales ad Interim, erarbeitet. Als Grundlage diente dabei ein Raster, der in Kooperation mit den Gemeinden Urdorf und Dietikon entstand. Zu dieser Zusammenarbeit habe man sich entschieden, weil verschiedene Gesundheitsdienstleister wie das Spital Limmattal und der Sozialdienst Limmattal durch die Trägergemeinden gemeinsam betrieben würden, sagt Welti. Weiter hätten alle drei Gemeinden auch mit der Regio-Spitex eine Leistungsvereinbarung und seien mit je einem Mitglied im Vorstand vertreten.

Gemäss Pflegeversorgungskonzept sollen das Angebot und die Bedürfnisse im Pflegebereich «mindestens alle zwei Jahre durch den Stadtrat» überprüft und das Konzept dementsprechend angepasst werden.

Verbesserte Infrastruktur ab 2013

Besonders im Bereich «Wohnen zu Hause» werde sich die Situation ab Juli 2013 stark verbessern, erklärt Welti. Zu den bestehenden 25 pflegerisch betreuten Wohnungen an der Mühleackerstrasse 15 kommen dann nämlich weitere 31 Wohnungen im Neubau an der Bachstrasse hinzu (die az Limmattaler Zeitung berichtete). Für die stationäre Pflege stehen der Stadt zurzeit insgesamt 18 Betten an der Mühleackerstrasse 15 und der Feldstrasse 8 zur Verfügung. Hinzu kommt 2013 die sich im Bau befindende Wohnung mit 9 Betten an der Bachstrasse1. Geplant ist ausserdem eine vierte Wohnung mit ebenfalls neun Betten an der Mühlenackerstrasse 19.

Handlungsbedarf besteht laut Schwester Elisabeth Müggler beim Alters- und Pflegeheim Sandbühl: «Die Infrastruktur ist dort in die Jahre gekommen. Da muss dringend etwas gemacht werden.» Die Stadt habe zwar schon einige Lösungsvorschläge in dieser Sache geprüft, aber noch keine Beschlüsse gefällt, sagt Welti. Das hänge auch mit der Situation im Pflegezentrum des Spitals Limmattal zusammen. Die dortige Abteilung müsse in nächster Zeit ebenfalls baulich erneuert werden. «Es fragt sich, ob da nicht ein gemeinsames Projekt möglich wäre. Ich hoffe, dass wir noch dieses Jahr eine Lösung erarbeiten können», so Welti.
Neue Beratungsstelle schaffen

Ein wichtiges Ziel, das im Pflegeversorgungskonzept festgehalten wurde, ist die Schaffung einer neuen Informations- und Beratungsstelle. Dort soll die Bevölkerung Fragen zu sozialen, gesundheitlichen und altersrelevanten Themen klären können. Die Stelle befindet sich laut Welti im Aufbau und wird voraussichtlich ab Januar 2013 aktiv werden.

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