Schlieren

Die Spitalkapelle steht nicht mehr unter Schutz

Die Spitalkappel in Schlieren steht nicht mehr unter Schutz – der Stadtrat hat sie aus dem Inventar der kulturhistorischen Objekte gestrichen.

Die Spitalkappel in Schlieren steht nicht mehr unter Schutz – der Stadtrat hat sie aus dem Inventar der kulturhistorischen Objekte gestrichen.

Wegen des Neubaus des Spitals Limmattal soll die Spitalkapelle in Schlieren abgerissen und wieder aufgebaut werden. Für die Zwischenzeit wurde eine Lösung gefunden.

Für Kranke und Angehörige ist sie ein Ort der Stille: die Kapelle des Spitals Limmattal. Doch an ihrem Standort wird es bald laut: Bis 2018 entsteht ein neues Spitalgebäude für 270 Millionen Franken. Diesem muss das Gotteshaus weichen.

Nun hat der Schlieremer Stadtrat die Weichen für den Abriss gestellt: Er hat die Kapelle aus dem Inventar der kulturhistorischen Objekte gestrichen, das heisst: Sie steht nicht mehr unter Schutz.

Der Stadtrat schloss aber auch einen Vertrag mit dem Spital ab, der dieses zu einer möglichst detailgetreuen Rekonstruktion verpflichtet. Dazu gehört, dass es am neuen Standort der Kapelle wieder einen Teich haben muss.

Den Anhängern der Kapelle gibt der Stadtrat Entwarnung: Die Unterschutzstellung ist nicht für immer aufgehoben. «Der Stadtrat hat bereits entschieden, dass die Kapelle nach der Rekonstruktion wieder ins Inventar der kulturhistorischen Objekte aufgenommen wird», sagt der Schlieremer Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl.

Für die Phase des Abrisses und der Rekonstruktion der Kapelle hat das Spital eine Zwischenlösung aufgegleist: In Absprache mit den Spital-Seelsorgern wurde beschlossen, im Erdgeschoss des Pflegezentrums einen Raum der Stille einzurichten.

«Dieser wird bis zum Projektabschluss bestehen bleiben», sagt Christa Himmler, stellvertretende Kommunikationsverantwortliche des Spitals. Zudem stehe der Garten-/Bühnensaal weiterhin für Gottesdienste zur Verfügung. Der Raum der Stille wird dort eingerichtet, wo bisher ein Büro der Informatik-Abteilung lag. Diese zügelte bereits in den 15. Stock des bestehenden Spitalgebäudes, wo das Spital noch über freie Räume verfügte.

Visualisierung des neuen Spitalgebäudes in Schlieren: Bis 2018 soll es gebaut sein. Die Kosten liegen bei 270 Millionen Franken.

Visualisierung des neuen Spitalgebäudes in Schlieren: Bis 2018 soll es gebaut sein. Die Kosten liegen bei 270 Millionen Franken.

Spital baut Kapelle 2018 neu auf

Anfang 2015 wird die Kapelle abgerissen, was etwa drei Wochen dauert. Die Rekonstruktion erfolgt im Herbst 2018 und soll drei bis fünf Monate dauern. «Zuerst muss der Neubau fertiggestellt sein», erklärt Spitalarchitekt Roman Steinemann. Die Betonhülle der Kapelle wird zwar eine neue sein, soll aber gleich wie in den 60er-Jahren gefertigt werden.

Elemente wie die Holzdecke, die Orgel oder die Fenster werden im Original in die neue Kapelle gezügelt. Auch für den Teich hat es Platz. Laut Steinemann wird dieser aber etwas kleiner als vorher.

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