Killwangen-Spreitenbach
Die SP will eine bessere Lösung für den Bahnhof

In einem offenen Brief macht die SP der Gemeinden Spreitenbach und Killwangen auf Schwachstellen im Projekt Limmattalbahn aufmerksam. Um die Lösungen zu finden, müsse man jetzt einen intensiven Dialog führen.

Dieter Minder
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Tobias Bendel vor dem Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.

Tobias Bendel vor dem Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.

Limmattaler Zeitung

«Ein offener Brief bringt mehr als eine Einsprache», sagt Tobias Bendel, Präsident der SP Spreitenbach und Killwangen. Denn die Partei ist für die geplante Limmattalbahn. «Das Trassee ist gut gewählt», sagt Bendel, schränkt aber ein: «Im Bereich des Bahnhofs Killwangen besteht noch viel Verbesserungspotenzial.» Dass der Entscheid zu einem offenen Brief richtig war, zeigen für ihn schon die Reaktionen: «Die Geschäftsleitung der Limmattalbahn hat uns bereits eine erste Antwort gesandt.»
Gefahrenstelle Würenloserstrasse
Im Brief spricht die SP vor allem zwei Schwachpunkte des Projektes an: die Einmündung der Würenloserstrasse in die Bahnhofstrasse und die Haltestelle vor dem Güterschuppen. Die Würenloserstrasse führt unter der SBB-Linie hindurch und steigt dann bis zum Bahnhofplatz an. Dort mündet sie in die Bahnhofstrasse ein. In diesem Bereich wird die Limmattalbahn die Würenloserstrasse kreuzen. «Dies ist eine sehr gefährliche Stelle», sagt Bendel. Deshalb forderte die Partei hier eine Bahnschranke oder zumindest ein Lichtsignal.
Es braucht Platz für den Bahnhof
Die Endstation der Limmattalbahn ist vor dem Güterschuppen geplant. Um genügend Platz zu erhalten, soll das Trassee teilweise auf die Bahnhofstrasse zu liegen kommen. Diese soll dafür bergseits verschoben werden. Hier schlägt Bendel eine andere Lösung vor: Der Güterschuppen soll, trotz Denkmalschutz, abgebrochen werden. Damit könnte für die Limmattalbahn genügend Platz ausserhalb des heutigen Strassenraumes geschaffen werden.
Für bessere Zugangswege

Um all die offenen Fragen rund um das Trassee zu lösen, fordert Bendel: «Jetzt muss ein intensiver Dialog geführt werden.» Schliesslich müssen die Einwohner der beiden Gemeinden bereit sein, verschiedene ergänzende Projekte im Bereich der geplanten Haltestellen zu finanzieren. Die Kostenfrage ist in diesem Bereich nach Ansicht der SP noch sehr unbefriedigend gelöst.
Bendel denkt dabei auch an die Zugangswege zu den Haltestellen, den in Killwangen vorgeschlagenen Lift und eine bessere Personenunterführung beim Bahnhof SBB. Deshalb sollten die Gemeinden, die SBB und die Bauherrin der Limmattalbahn nun zusammensitzen. Dabei sollte auch Würenlos in die Gespräche eingebunden werden. «Die Verkehrsführung auf dem Bahnhofplatz kann sich auch auf den Ortsbus Würenlos-Killwangen auswirken.»
Ergänzend muss die Projektierung und Planung eines Ortsbusses für Spreitenbach und Killwangen aufgenommen werden. «Dieser muss die bestehenden Siedlungsgebiete, die Bahnhöfe der SBB und der Limmattalbahn anschliessen», sagt Bendel.