Schlieren
Die SP-Kandidatin Delgado holt vor SVP-Etter am meisten Stimmen

Für die Ersatzwahl des SVP-Sitzes in der Schlieremer Schulpflege wird ein zweiter Wahlgang notwendig.

Alex Rudolf
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Erhielt mit 874 Stimmen das beste Resultat: Marta Delgado (SP).
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Mit 578 Stimmen auf dem zweiten Platz: Hans-Ulrich Etter (SVP).
Philipp Sax (parteilos) wurde mit 451 Stimmen Dritter.
Rosario Guglielmo (parteilos) erhielt 446 Stimmen.

Erhielt mit 874 Stimmen das beste Resultat: Marta Delgado (SP).

Bilder: zvg

Wer die Nachfolge der Schlieremer SVP-Schulpflegerin Tamina Grädel antritt, entscheidet sich im zweiten Wahlgang. Denn keiner der vier Kandidierenden erreichte gestern das absolute Mehr, das bei 1188 Stimmen lag. SP-Kandidatin Marta Delgado holt mit 874 Stimmen das beste Resultat. Mit 578 Stimmen belegt SVP-Gemeinderat Hans-Ulrich Etter den zweiten Platz. Philipp Sax und Rosaria Guglielmo (beide parteilos) belegen mit 451 und 446 Stimmen den dritten und vierten Platz. Wann der zweite Wahlgang durchgeführt wird, wurde gestern noch nicht kommuniziert. Die laufende Legislatur geht nur noch bis 2022. Dann stehen Gesamterneuerungswahlen an.

«Es überrascht mich, dass ich ein derart gutes Resultat erzielte», sagt Delgado auf Anfrage. Besonders hinsichtlich des grossen Erfahrungsschatzes von Etter sei der Vorsprung von 300 Stimmen bemerkenswert. «Auch wurde er von bürgerlichen Parteien unterstützt», ergänzt sie. «Für den zweiten Wahlgang stelle ich mich wieder zur Verfügung und hoffe, die Wahl zu gewinnen.»

Hans-Ulrich Etter hat ein solches Resultat erwartet. «Während des Wahlkampfes zeigte sich, dass sich das Rennen zwischen dem linken und dem bürgerlichen Block entscheiden würde», sagt er. Mit seinem Ergebnis sei er durchaus zufrieden. Ob er sich für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stellt, wollte er gestern auf Anfrage noch nicht sagen. «Erst werde ich mit den bürgerlichen Parteien Schlierens das Resultat analysieren und das weitere Vorgehen planen.»

Geringe Wahlbeteiligung von 29,5 Prozent

Philipp Sax sagt, die grossen Parteien hätten intensiv für ihre Kandidierenden geworben. «Als Parteiloser war es schwierig, gegen die Parteiempfehlungen anzukommen.» Auch er wolle das Ergebnis erst analysieren und anschliessend entscheiden, ob er sich für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung stellt. Die vierte Kandidatin, Rosaria Guglielmo, war gestern telefonisch nicht erreichbar.

Wie immer war die Wahlbeteiligung in Schlieren vergleichsweise niedrig. Von den 8758 Stimmberechtigten gingen lediglich 2581 an die Urne. Dies entspricht einer Beteiligung von 29,5 Prozent.