Freizeitanlage
Die Skatepark-Kritiker erwägen einen erneuten Rekurs

Schlieren Das Baurekursgericht hat die Baubewilligung für den Skatepark aufgehoben, das Lärmgutachten muss überarbeitet werden. Man werde auch das neue Gutachten genau prüfen, sagen die Rekurrenten.

Bettina Hamilton-Irvine
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Neue Stolpersteine für Skatepark

Neue Stolpersteine für Skatepark

Limmattaler Zeitung

«Wir sind überhaupt nicht daran interessiert, einen langen Rechtsstreit anzuzetteln», sagt Jean-Marc Fischer, Bewohner des Schlieremer Zelgli-Quartiers und Wortführer der rund 60 Anwohner, die sich gegen den geplanten Skatepark bei der Schulanlage wehren.

«Entscheid ist eine Befriedigung»

Trotzdem könnte es genau darauf hinauslaufen. Bereits seit Juni dieses Jahres ist das Projekt blockiert, nachdem die Anwohner gegen die Baubewilligung Rekurs eingelegt haben. Letzte Woche nun hat das Baurekursgericht entschieden, dass die Baubewilligung aufgehoben werden muss (az Limmattaler Zeitung vom 1. Dezember). Der Grund: Das Lärmgutachten muss nochmals überarbeitet werden, da es laut Gericht nicht mehr den neusten Anforderungen entspreche.

Fischer zeigt sich zufrieden mit dieser Wende: «Für uns ist der Entscheid eine Befriedigung. Er zeigt, dass unsere Einschätzung richtig war.» Offensichtlich habe die Baubewilligung auf einem ungenauen Lärmgutachten aufgebaut, sagt Fischer, der einmal mehr betont, die Anwohner seien nicht gegen den Skatepark per se. Doch wolle man das bereits sehr lärmbelastete Quartier vor weiteren störenden Immissionen schützen.

Betriebszeiten als Knackpunkt

Nun werde man ganz genau verfolgen, was die Stadt als Nächstes unternehme, kündigt Fischer an: «Wir werden auch das neue Gutachten von unseren Anwälten wiederum ganz genau prüfen lassen.» Daneben bestehe man nach wie vor darauf, dass auch die anderen bereits vorgebrachten Anliegen ernst genommen würden, so Fischer.

Am wichtigsten ist der Gruppe von Anwohnern ein Betriebskonzept, welches die erlaubten Benutzungszeiten des Skateparks einschränkt. Statt dass sich die Jugendlichen täglich bis 22 Uhr auf der Anlage betätigen können, schweben den Anwohnern maximale Betriebszeiten bis 20 Uhr unter der Woche und
19 Uhr am Sonntag vor. Mit einer Umzäunung soll erreicht werden, dass der Park ausserhalb dieser Zeiten nicht frequentiert wird.

Bereits im ersten Rekurs wurden diese Punkte, nebst weiteren wie einem Musik- und Alkoholverbot, angebracht. Da es sich dabei jedoch laut Baurekursgericht um so genannte «vorweggenommene Annahmen» handelt, ging das Gericht nicht darauf ein. Dies ist für die Gruppe von Anwohnern aber kein Grund, nun von ihren Forderungen abzurücken, sagt Fischer: «Wenn die Betriebszeiten nicht angepasst werden, ziehen wir einen erneuten Rekurs in Betracht.»

Nun liege der Ball aber bei der Stadt, so Fischer: «Wir warten erst mal ab.» Man sei nach wie vor an einer verträglichen Lösung interessiert: «Es geht uns nicht darum, das Projekt zu stoppen. Doch so, wie es jetzt vorgesehen ist, akzeptieren wir es nicht.»