Birmensdorf

Die Schulen können nun zwei Erweiterungen planen

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Schulhaus Brüelmatt in Birmensdorf.

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Die Gemeindeversammlung sagt Ja zu zwei Krediten für Schulbauten im Letten und im Büelmatt 2. Ein Angriff der Gewerbler blieb ein Sturm im Wasserglas.

Die Primar- wie auch die Sekundarschule in Birmensdorf leiden an Wachstumsschmerzen und müssen ihre Liegenschaften wegen der steigenden Schülerzahlen erweitern. An der gestrigen Gemeindeversammlung waren zwei Geschäfte traktandiert, die mit der baulichen Entwicklung zu tun hatten, beide wurden einstimmig angenommen. Doch noch bevor die 92 Stimmberechtigten über die Anträge befinden konnten, stellte Thomas Gössi, Präsident des Gewerbeverbands Birmensdorf Aesch, einen Antrag, wonach die beiden Projektkredite zurückgewiesen und erst anlässlich der Budgetversammlung von Ende November diskutiert werden sollten. Er argumentierte, dass über die hohen Investitionen grundsätzlich diskutiert werden müsse. Gehör fand sein Ansinnen jedoch nicht. Lediglich 15 der 92 Stimmberechtigten votierten für seinen Antrag.

Realisierung ab 2020

Die Sekundarschulgemeinde konnte anschliessend über den Projektierungskredit in der Höhe von 350 000 Franken für den Erweiterungsbau auf der Ostseite des Brüelmatt befinden. Darin sollen vier Klassenzimmer, Gruppenräume sowie Toiletten untergebracht werden. Kosten soll dieser Bau rund 4 Millionen Franken und in den kommenden Monaten soll ein Detailprojekt entstehen. In rund einem Jahr will die Schulpflege den Baukredit der Stimmbevölkerung an der Urne vorlegen, sodass die Realisierung Anfang 2020 starten kann. Schulpräsidentin Isabelle Carson (FDP) verwies darauf, dass man eine Pavillon-Lösung geprüft habe, aber dies nicht als zufriedenstellende Lösung befunden wurde. «Massgeblich günstiger sind Pavillons auch nicht.» Schliesslich sprachen sich 69 Stimmberechtigte für den Kredit aus.

Der Primarschulgemeinde gewährten die Stimmberechtigten einen Kredit in der Höhe von 270 000 Franken für die Erweiterung des Schulhauses Letten. Bereits 2016 sprach sich die Versammlung für die Umnutzung und Sanierung des Südtraktes der Schule aus. Mit den steigenden Schülerzahlen kamen die Verantwortlichen aber zum Schluss, dass es durchaus sinnvoll sei, noch eine schuleigene Küche zu erstellen. Die Schulpflege habe in der Folge einen Planungskredit von 40 000 Franken genehmigt und liess verschiedene Projektstudien ausarbeiten, welche eine grobe Baukostenschätzung von 4,7 Millionen Franken für die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Südtrakt beinhalten. Ursprünglich bewilligte die Gemeindeversammlung einen Planungskredit, der auf einer Baukostenschätzung in der Höhe von 1,8 Millionen Franken basierte.

Obwohl die Gemeindeversammlung den beiden Schulpflegen den Rücken stärkte, mahnte RPK-Präsidentin Gertrud Stäheli (FDP) in ihrem Votum zu einer «kostenbewussten Planung». Die Stimmberechtigten votierten grossmehrheitlich für den Kredit der Primarschulpflege.

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