In ihrem kürzlich veröffentlichten 3-Jahres-Programm will sich die Schule Uitikon für die Zukunft rüsten. Die Professionalisierung des Sexualunterrichts, die Schaffung eine Schulung im Umgang mit Scooters, aber auch das Wachstum der Gemeinde bilden dabei Schwerpunkte.

Der sexualpädagogische Unterricht soll ab kommendem Jahr von externen Fachpersonen durchgeführt werden. Schulpräsident Reto Schoch verweist darauf, dass dieses Bedürfnis vom Elternforum an die Schulpflege herangetragen wurde. «Bisher haben die Lehrpersonen diesen Stoff individuell durchgeführt. Es ist jedoch sinnvoll, bei diesem Thema externe Lehrkräfte beizuziehen, da so lockerer über Sexualität gesprochen werden kann», so Schoch.

Ebenfalls regte das Uitiker Elternforum die Schaffung eines Scooter-Kurses an. «Viele Kinder kommen mit diesem Gefährt in die Schule, daher scheint es uns sinnvoll, die Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen», so Schoch. In welcher Form diese Scooter-Lektionen durchgeführt werden sollen, wird aktuell mit dem Elternforum diskutiert. Auch im Bereich der Begabtenförderung will die Uitiker Schule ihr Angebot ausbauen. Bisher sei das Augenmerk eher auf Schüler mit Lern- oder Konzentrationsschwächen gelegt worden, so der Schulpräsident. «Doch auch Kinder, die ein schnelles Auffassungsvermögen haben, verdienen eine auf sie zugeschnittene Lösung.» Gewisse Empfehlungen dazu sind vom Kanton bereits vorgegeben, diese sollen in diesem Schuljahr nun getestet werden. Im ersten Halbjahr 2015 will man mit dem Angebot starten.

Abklärung zum Raumbedarf

Nicht nur in Bezug auf den Unterricht, sondern auch auf die räumliche Entwicklungsstrategie macht sich die Schule Gedanken. Im Rahmen der Vision 2020 soll in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde abgeklärt werden, wie der künftige Raumbedarf aussieht. «Mit der Entwicklung des Quartiers Leuen wird Uitikon einen erneuten Wachstumsschub haben, darauf muss sich auch die Schule vorbereiten», so Schoch. Einen Schritt in diese Richtung haben die Schule und die Gemeinde Uitikon bereits mit dem Ideenwettbewerb «Vision Allmend 2020» getan.

Es braucht kein neues Schulhaus

So wurde die Bevölkerung aufgefordert, Ideen einzureichen, welche Nutzungen für die Allmend künftig infrage kommen würden. Noch bis zum kommenden Freitag können Anregungen eingesandt werden. Dass Uitikon neben der neuen Turnhalle Allmend auch ein neues Schulhaus braucht, verneint Schoch. «Wir hoffen, dass wir die Schülerzunahme mit strukturellen Anpassungen auffangen können.»