Birmensdorf

Die Schule erreicht einen Meilenstein: 30 neue Plätze für Mittagstisch

Im Gemeindezentrum Brüelmatt befindet sich einer von vier Mittagstisch-Standorten.

Im Gemeindezentrum Brüelmatt befindet sich einer von vier Mittagstisch-Standorten.

Ab März muss die Schule Birmensdorf keine Warteliste für das Mittagstisch-Angebot mehr führen, da 30 neue Plätze im Gemeindezentrum Brüelmatt dazukommen.

«Mit den neuen Mittagstisch-Plätzen im Brüelmatt konnten wir die Warteliste abarbeiten, sodass ab März alle Familien, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen, dies auch können», sagt Ernst Brand (SVP). Der Präsident der Primarschulpflege Birmensdorf verweist darauf, dass mit den 30 neuen Plätzen an stark frequentierten Tagen bis zu 180 Kinder verpflegt werden können. Dass die Nachfrage nach dem Mittagstisch in der Gemeinde derart rasant zunimmt, sah niemand kommen. 2008, als rund 40 Kinder eingeschrieben waren, ging man noch von einem jährlichen Wachstum von fünf Prozent aus. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass es rund 15 Prozent waren, wie Brand sagt. Im Gemeindezentrum Brüelmatt wird der Mittagstisch in einem Raum durchgeführt, der üblicherweise für Veranstaltungen gemietet werden kann. Über Mittag werde er nicht benötigt, weshalb dies gut gepasst habe, wie Brand sagt.

Rund 4,8 Millionen Franken für Schulhaus Letten

Für die Schule Birmensdorf ist dies aber erst einer von zahlreichen Meilensteinen, die in den kommenden Jahren erreicht werden sollen. In diesem Frühjahr entscheidet das Stimmvolk an der Urne über die Erweiterung des Schulhauses Letten, die rund 4,8 Millionen Franken kosten soll. Sobald die Bau­freigabe für die Sanierung des Schulhauses Reppisch vorliegt, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Sie sollen bis Sommer 2021 dauern. Sagt das Stimmvolk im Frühling Ja zur Letten-Erweiterung, können diese Arbeiten nach der Fertigstellung des Schulhauses Reppisch starten und wären voraussichtlich im Sommer 2022 beendet.

Aktuell besuchen rund 180 Kinder die Mittagstische der Gemeinde, die sich auf vier Standorte verteilen. Im Letten-Anbau soll das Angebot dereinst zentralisiert werden. Mit den 160 Plätzen, die dort geplant sind, kann der heutige Platzbedarf von 180 Kindern aber nicht gedeckt werden. Doch, kann er, sagt Brand. Denn es müssen nicht alle Kinder zur gleichen Zeit essen. Er verweist darauf, dass man durchaus in Schichten speisen könne. Oder die Kinder jeweils nur tröpfchenweise in die Mensa entsenden könne. «Der Platz reicht sicherlich aus», so Brand.

Dass das rasante Wachstum an Schülerinnen und Schülern und somit auch die Nachfrage nach Tagesstrukturen weiter anhält, glaubt Brand nicht. «Wir rechnen nun damit, dass die langfristige Zunahme nicht mehr so stark sein wird.» Aktuell bezahlt die öffentliche Hand jährlich rund 240000 Franken an die Tagesstrukturen. «Dies ist jedoch keine Vollkostenrechnung. Die Nutzung der Räume beispielsweise ist nur teilweise enthalten», so Brand. Für den Mittagstisch von 11.50 bis 13.45  Uhr zahlen Eltern aktuell 25 Franken pro Tag, eine Ganztagsbetreuung inklusive Verpflegung kostet maximal 80 Franken.

Mit den beiden Schulhaus-Projekten findet die Strategie 2020 der ­Primarschule Birmensdorf ihren Abschluss. Neben der Totalsanierung des Schulhauses Reppisch und der Teilsanierung des Letten mit Nutzung für Tagesstruktur war auch das 2017 eingeweihte neue Schulhaus Haldenacher Teil dieses Plans. Ob Birmensdorf bald eine Tagesschule führen wird, lasse sich noch nicht sagen. «Dies kommt darauf an, ob es denn tatsächlich einem Bedürfnis entspricht», so Brand. Ein solches Angebot sei aktuell aber noch nicht geplant.

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