Dietikon

Die Schnupper-Pfadis auf der Suche nach Napoleons Schatz

Am Pfaditag schnupperten die Kinder in der Welt der Pfadi. Wo wohl Napoleon Bonaparte vor langer Zeit in Dietikon seinen Schatz vergraben hat? Bengali und Pepita, die beiden Pfadiführerinnen, haben die historische Karte gefunden.

Aber zuerst müssen die neun Buben und Mädchen beweisen, dass sie richtige Schatzsucher sind. Rund ums Pfadihaus gilt es, Eier zu finden und diese sicher im Stafettenlauf auf Löffeln zu balancieren. Dass dabei das eine oder andere Ei in die Brüche geht – das gehört zum Pfadileben dazu. Luc erweist sich als der findigste Schatzsucher und findet die grosse Kiste, gut versteckt unter einem Baum im Bachbett. Erstaunlich, dass sich der Kisteninhalt – Bananen und Schokolade – in den langen Jahren seit Napoleons Feldzug so gut gehalten haben.

Nachwuchs gesucht

Die Pfadi Limmattal hat Nachwuchssorgen. In Dietikon, so Stammführerin Bengali, gebe es mehrere Jugendorganisationen, die sich die Mitglieder gegenseitig streitig machen. Sie hofft, dass sich nach diesem Schnuppertag doch einige Kinder entscheiden können, bei der Pfadi Limmattal mitzumachen. «Viele Kinder meinen, wenn sie älter werden, es sei uncool, in der Pfadi zu bleiben», erzählt sie. Für sie selber sei es jedoch eine Verpflichtung, weiterzumachen. «Die Kinder freuen sich, wenn sie am Samstagnachmittag etwas anderes tun können als herumhängen und Fernsehen schauen. Ich war auch immer gerne in der Pfadi und habe mich auf die Spiele gefreut. Da wäre es doch unfair, aufzuhören, nachdem ich meinen Spass hatte.»

Gute Nerven sind allerdings Voraussetzung für eine Pfadiführerin. Streitereien sind zu schlichten, kleine Brandblasen zu verarzten. «Passt auf, dass ihr nicht ins Wasser fallt!» mahnt Pepita die kleinen Schatzsucherinnen und Schatzsucher. Wenn mal wieder niemand richtig zuhört, kommt die Trillerpfeife zum Einsatz. Gar kein Problem ist es für richtige Pfadi hingegen, auch mit nassem Holz ein Feuer zu entfachen. Und da lernen die Kinder auch ganz andere nützliche Dinge. Bläst der Wind zum Beispiel den Rauch in die Augen, so hilft es, ganz laut und immer wieder «Joghurt» zu rufen, und schon wechselt der Rauch die Richtung.

Edins rosa-silberne Turnschuhe waren wohl für diesen Nachmittag nicht das passende Schuhwerk. Die Schoggibananen vom Feuer lässt er sich trotzdem schmecken. Auch für Merve ist klar: «Ich möchte in die Pfadi! Alles heute Nachmittag war mega schön: die Eierstafette, die Schatzsuche, die Schoggibananen. Und wenn mein Vater nicht einverstanden ist, dann bettle ich so lange, bis er ja sagt.»

Infos: www.pfadi-limmattal.ch

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