Schlieren
Die Schlieremer Skater müssen weiterhin auf ihren Skaterpark warten

Das Projekt Skatepark im Zelgli steht nach wie vor auf wackligen Beinen. Nachdem Anwohner Rekurs gegen das Projekt einlegten, wurde die Baubewilligung zwischenzeitlich entzogen. Nun läuft eine 30-tägige Rekursfrist, Beschwerden sind zu erwarten.

Dominic Kobelt
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Auf der Sportwiese bei der Schulanlage Zelgli soll ein Skatepark entsehen. nem/archiv

Auf der Sportwiese bei der Schulanlage Zelgli soll ein Skatepark entsehen. nem/archiv

Das Projekt Skatepark im Zelgli steht nach wie vor auf wackligen Beinen. Nachdem Anwohner Rekurs gegen das Projekt einlegten, wurde die Baubewilligung entzogen. Das Lärmgutachten, das darauf hin aus technischen Gründen überarbeitet werden musste, entspricht nun den Anforderungen. «Die Baubewilligung wurde wieder erteilt», bestätigt der Schlieremer Werkvorstand Christian Meier.

Trotzdem müssen die Skater ihre Freizeitbeschäftigung wohl noch für lange Zeit andernorts ausüben – die Beschwerdeführer sind noch nicht zufrieden. «Die Chance, dass wir die Beschwerde weiterziehen werden, ist sehr hoch», sagt Anwohner Jean-Marc Fischer, der den Widerstand gegen die Anlage organisiert. Momentan mache man eine Auslegeordnung. «Die Rekursfrist läuft 30 Tage. Mitte April werden wir dann entscheiden, wie wir weiterverfahren werden», sagt Fischer.

Jahrelange Standortsuche

Rückblick: Jahrelang konnte für die Skate-Anlage, die einst unter der Goldschlägi-Unterführung stand, kein geeigneter Standort gefunden werden. Ein Skatepark-Projekt unter der Engstringerbrücke scheiterte am Widerstand der Anrainer. Nachdem das Parlament den Standort Zelgli gut hiess, bewilligte es im April 2010 einen Kredit über 350000 Franken für das Projekt. Im Dezember 2010 erfolgte die Baueingabe.

Darauf hin setzt sich Jean-Marc Fischer und mit ihm eine Gruppe von 60 Anwohnern zur Wehr. Kürzere Betriebszeiten, ein Musik- und Alkoholverbot und eine Einzäunung des Platzes sind ihre Forderungen. Die Anwohner reichen im Juni 2011 eine Beschwerde ein und erzielen einen ersten Erfolg: Die Baubewilligung wird auf Anweisung des Baurekursgerichts wieder aufgehoben. Das Lärmgutachten entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen und müsse aufgrund neuer Erkenntnisse und Berechnungsmethoden technisch überarbeitet werden.

Ausgangslage ist unverändert

Die nötigen Anpassungen am Gesuch wurden vorgenommen. Eine erneute Baueingabe war nicht nötig, die Baubewilligung wurde nach der Überarbeitung bloss neu erstellt. An der Ausgangslage hat sich also nichts geändert. Deshalb ist Fischer nach wie vor enttäuscht: «Auf unser Anliegen bezüglich der Betriebszeiten wurde nicht eingegangen.»

Kommt es zu einem erneuten Rekurs, kommt der Fall wieder vor das Baurekursgericht. Als nächsthöhere Instanz würde dann das Verwaltungsgericht den Fall behandeln.