Fussball
Die Schlieremer müssen untendurch: «Das ist kein Weltuntergang»

Schlieren II ist schon abgestiegen, Schlieren I muss zwei Spiele vor Saisonende nochmals zittern

Michel Suter
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Am Boden: Marco Belperio und seine Teamkollegen von Schlieren II müssen den Gang in die 3. Liga antreten.

Am Boden: Marco Belperio und seine Teamkollegen von Schlieren II müssen den Gang in die 3. Liga antreten.

Michel Suter

Noch drei Spiele hat die zweite Mannschaft des FC Schlieren in der 3. Liga zu absolvieren. Drei Spiele, die für die Schlieremer am vergangenen Sonntag allerdings bedeutungslos geworden sind. Da verloren die Limmattaler gegen Höngg II mit 2:4. Da damit der Abstand auf den Strich bei zehn Punkten bleibt, verspielten sich die Schlieremer gegen Höngg die letzte Chance, den Ligaerhalt doch noch zu schaffen. «Die Enttäuschung ist natürlich da», gesteht Gianni Petrone, Sportchef des FC Schlieren. «Wir wollten die zweite Mannschaft in der 3. Liga halten. Andererseits hat sich während der Rückrunde abgezeichnet, dass es so kommen würde.»

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Gegenwärtig absolvieren die Urdorfer ihr Sommertraining, wie jedes Jahr in dieser Phase der Vorbereitung. Die Einheiten dürften jedoch intensiver sein als noch vor einem Jahr. Damals waren die «Stiere» in die 3. Liga abgestiegen. Ab kommender Saison dürfen sie wieder eine Liga höher agieren, und das, obwohl sie die ersten beiden Tabellenplätze und damit die Aufstiegsplayoffs verpasst hatten. «Zwei Mannschaften haben auf den Aufstieg verzichtet», sagt Urdorf-Trainer André Wismer.

«Da wir von den Drittplatzierten aller Gruppen am meisten Punkte hatten, wurden wir vom Verband angefragt, ob wir aufsteigen möchten, und haben zugesagt.» Hinter diesem Entscheid stehe der ganze Verein, so Wismer. Trotz des Aufstieges will er am Konzept festhalten, junge Spieler in die Mannschaft einzubauen. Er ist sich jedoch bewusst, dass seine Schützlinge in der 2. Liga deutlich mehr gefordert sein dürften. «Es wird hart werden. Denn in der 2. Liga warten ganz andere Kaliber auf uns. Aber es wird eine lehrreiche Saison.» (MSU)

Tatsächlich hat Schlieren in der Rückrunde bisher nur eine Partie gewinnen können – gegen United Zürich (2:1). Die Schwierigkeiten begannen jedoch schon früher. Nach der ersten Partie gegen Español Iberia (6:1) holten die Schlieremer in elf Partien nur noch drei Unentschieden. Mitten in der Saison verkündete Trainer Paul Schärer dann auch noch seinen Abschied. «Der Plan, mit Paul Schärer durch die Saison zu gehen, ist nicht aufgegangen», sagt Petrone. Ebenso wenig, die Mannschaft zusammenzuhalten. Denn mit Schärer hatten sich auch gleich einige Spieler verabschiedet. «Deshalb war es schwierig, wieder ein Team auf die Beine zu stellen», meint Petrone.

So richtig zerknirscht ist der Schlieremer Sportchef über den Abstieg aber nicht. «Das ist kein Weltuntergang für den FC Schlieren», sagt Petrone. «Es war auch ein schöner Luxus, eine Mannschaft in der 2. Liga und eine in der 3. Liga zu haben. Aber wir werden nächste Saison versuchen, wieder aufzusteigen.» Als Zielvorgabe möchte Petrone diesen Wunsch allerdings nicht verstanden wissen.

Ungewiss ist, ob die Saison in der 4. Liga mit Trainer Luigi Bello in Angriff genommen werden wird. «Wir werden diese Woche Gespräche mit ihm führen», kündigt Petrone an. «Dann werden wir Klarheit haben.»

Petrone wird wieder Trainer

Sicher ist dagegen, dass Petrone selbst auf die Trainerbank zurückkehren wird. Er wird Davide Molinaro ablösen, den Trainer der ersten Mannschaft. Molinaro wird per nächste Saison zu Ligakonkurrent Kilchberg-Rüschlikon wechseln. «Für ihn ist das eine Herzensangelegenheit, da er in Kilchberg wohnt», sagt Petrone. Er freut sich, wieder coachen zu dürfen. «In meinem Amt als Sportchef habe ich viel gelernt, und es war sehr spannend, hinter die Kulissen zu blicken», sagt er. «Aber ich bin Trainer und gehöre auf den Rasen.» Womöglich wird auf Petrone als Coach viel Arbeit zukommen.

Denn auch die erste Mannschaft des FC Schlieren bekundet momentan Mühe. Vorgestern haben die Schlieremer zu Hause gegen Wädenswil mit 0:7 verloren. Damit haben sie als Neuntplatzierte nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Strich, wobei die beiden Abstiegskandidaten Unterstrass und Juventus heute Abend gegeneinander spielen. Daher ist Petrone auch vorsichtig, was die nächste Saison angeht: «Wir möchten den Ligaerhalt sichern.»