Jagd
Die Revision des Jagdgesetzes ist nicht erwünscht

Der Regierungsrat empfiehlt, eine Motion zur Revision des Jagdgesetzes abzulehnen. Gefordert wurde eine Anpassung des Jagdverpachtungsrechts. Nachwuchsförderung und Jagdquoten seien bereits im Gesetz verankert.

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Der Regierungsrat will keinen Revision des Jagdgesetzes (Symbolbild)

Der Regierungsrat will keinen Revision des Jagdgesetzes (Symbolbild)

Limmattaler Zeitung

Der Regierungsrat empfiehlt dem Kantonsrat, eine im März 2011 eingereichte Motion von den Kantonsräten Andreas Wolf aus Dietikon und Robert Brunner aus Steinmaur abzulehnen. In der Motion wurde der Regierungsrat aufgefordert, das Gesetz über Jagd und Vogelschutz so zu ändern, dass die Vergabe der Jagdpacht zusätzlichen Kriterien unterworfen wird. So sollten die Gemeinden bei der Verpachtung in Zukunft neben den bereits geltenden Kriterien die Erfüllung der Jagdquoten und die Nachwuchsförderung in Betracht ziehen.

Der Regierungsrat befindet jedoch, dass das Anliegen der Motion schon anhand der jetzigen Gesetzeslage erfüllt werden könne und damit eine Revision unnötig sei. Die Gemeinden, die für die Pachtvergabe zuständig sind, würden dabei Jagdquoten und Nachwuchsförderung in die Entscheidung einbeziehen. Unter Berücksichtigung aller relevanten Gesichtspunkte liege es im Ermessen der Gemeinde, zu bestimmen, welche Jagdgesellschaft «die beste Gewähr für einen waidgerechten Jagdbetrieb bietet. Wer dies ist, ist aufgrund der gesamten Umstände zu beurteilen», schreibt der Regierungsrat. Auch die Nachwuchsförderung sei bereits unter geltendem Recht gewährleistet: «Die Überalterung der Jägerschaft ist kein neues Problem» und habe mehr mit mangelnden Nachwuchszahlen als mit den Pachtvergaben der Gemeinden zu tun, schreibt die Exekutive.

Keine absoluten Grössen

Weiter gibt der Regierungsrat zu bedenken, dass beide geforderten Kriterien keine absoluten Grössen seien. So seien unbefriedigende Jagdquoten «erfahrungsgemäss in den meisten Fällen mit exogenen Faktoren und nicht mit mangelndem Willen oder Können seitens der Jagdgesellschaft zu begründen», so der Regierungsrat. Und auch die Nachwuchsförderung würde keine Garantie für eine «waidgerechte und erfolgreiche Jagd» bieten. «Viel wichtiger als das Alter sind jagdliches Verhalten und die Fähigkeit, sich in die Gesellschaft einzufügen, sowie der Wohnort», schreibt der Regierungsrat.

Mit Der Begründung, dass eine Gesetzesrevision weder für die Gewährleistung der Jagdquote noch gegen die Überalterung der Jägerschaft eine wirksame Massnahme sei, empfiehlt die Exekutive dem Kantonsrat keine Überweisung.