Dietikon

Die Reppischfäger sind heiss auf diese Auftritte

«Ein spezielles Datum und dann auch noch in dieser besonderen Konstellation – das kann nur ein gelungener Fasnachtsauftakt werden», meint Daniel Berweger von der Guggenmusik Reppischfäger begeistert.

Denn für die Guggenmusik ist der heutige 11.11. nicht nur wegen des offiziellen Fasnachtsbeginns ein aufregender Tag. Schliesslich kommt eine weitere 11 als Jahreszahl hinzu. «Und das hat ja bisher noch keiner erlebt», schmunzelt er.

Drei Auftritte in 24 Stunden

Vor allem aber fällt das ominöse Datum aufs Wochenende. Ein Glücksfall, wie Berweger zu verstehen gibt. Für die Dietiker Guggenmusik bedeutet dies drei Auftritte in 24 Stunden – als Einstieg in die neue Saison nach der langen Sommerpause eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Doch so richtig angekommen in der neuen Saison sind die «Reppischfäger» noch nicht: Bei ihrem Auftritt heute Abend in Berikon treten sie in alten Kostümen und etabliertem Repertoire an. Die neuen Kostüme und das überarbeitete Musikprogramm hätten ihre grosse Premiere erst an der eigentlichen Fasnacht, welche in Dietikon mit dem Kinderumzug am 28. Januar 2012 lanciert wird, erklärt Berweger.

Tatsächlich: Im Vereinslokal im hinteren Bereich des Limmatfelds, welcher von den Bauarbeiten noch nicht tangiert ist, stehen und liegen diverse Säcke mit Stoff und Stoffresten herum und warten auf den Montag, wenn einige eifrige Frauen wieder an den neuen «Gwändli» nähen werden. Ebenfalls einmal pro Woche findet die Gesamtprobe statt, während die Trompeter bereits eine erste Registerprobe für die anspruchsvollen Passagen der neuen Stücke 2012 einberufen hatten.

Ein erstes Schnuppern

Motto und Art der Kostüme wurden zwar von der «Gwändligruppe» bereits im Laufe des Sommers bestimmt, doch die Vorbereitungen für die Fasnacht 2012 laufen gerade erst auf Hochtouren. Das scheint dem Laien so kurz vor Fasnachtsbeginn etwas seltsam, doch Berweger relativiert: «Der 11.11. ist faktisch ein erstes Fasnachtsluft-Schnuppern nach der Sommerpause.» Das bedeute allerdings nicht, dass dadurch der Fasnachtsauftakt an Bedeutung verlieren würde. «Wir sind heiss auf diese Auftritte», sagt Berweger. «Es flattern auch bei allen etwas die Nerven vor diesen Konzerten – insbesondere bei den neuen Mitgliedern, für welche dies die ersten Auftritte überhaupt darstellen.»

Die vier neuen Mitglieder, welche seit diesem Jahr also die 32-köpfigen «Reppischfäger» lautstark unterstützen, hat wohl auch das Fasnachtsvirus gepackt. Die Faszination der Fasnacht ist laut Berweger schwer zu umschreiben: ein Gefühl des Ausbrechens, dank Schminke und Kostümen, gepaart mit packender Musik. Oder schlicht das Gemeinschaftsgefühl, welches sich durch die zahlreichen gemeinsamen Proben und Auftritte einstellt.

Die drei Grundvoraussetzungen, die ein Neumitglied deshalb mitbringen muss, sind: Freude an der Musik, Geselligkeit und Spass an der Fasnacht. «Entweder man liebt sie oder man hasst sie», sagt Berweger hierzu. Und strahlt übers ganze Gesicht, als er an die drei bevorstehenden Auftritte und somit die erste Prise Fasnacht 2012 denkt.

In Dietikon ist die Guggenmusik Reppischfäger das nächste Mal am Weihnachtsmarkt vom 26. November um 16 Uhr auf dem Kirchplatz zu hören.

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