Knapp zwei Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin geht morgen Abend die Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche über die Bühne. Dort wird den Stimmberechtigten unter anderem das überarbeitete Budget vorgelegt. Dieses weist einen Verlust von knapp 208'000 Franken aus. Im Vergleich zum ursprünglichen Budget ist es der Kirchenpflege gelungen, durch verschiedene Massnahmen den Aufwandüberschuss zu reduzieren. Das erste vorgestellte Budget rechnete mit einem Verlust von rund 387'000 Franken.

Höhere Fixkosten standen in Kritik

Dieser Voranschlag stand denn auch am Ursprung der Terminverschiebung. In ihrem Abschied zuhanden der für den 27. November geplanten Kirchgemeindeversammlung empfahl die Rechnungsprüfungskommission (RPK) den Voranschlag sowie sämtliche damit verbundenen Geschäfte zur Ablehnung. Grund waren die verschiedenen beantragten neuen Stellen, die zu massiv höheren Fixkosten im Rahmen von rund 300'000 Franken und langfristig zu einem Minus von rund 1,27 Millionen Franken im Finanzplan geführt hätten. Auf Empfehlung der RPK hat die Kirchenpflege sowohl das Budget als auch den Finanzplan überarbeitet.

Beidem ist die Kirchenpflege nachgekommen. Die RPK empfiehlt nun nicht nur den Voranschlag, sondern auch sämtliche beantragten neuen Stellen zu genehmigen. «Wir hatten in den letzten zwei Monaten verschiedene Sitzungen, auch mit der Kirchenpflege. Sie konnte uns plausibel darlegen, wie die neuen Stellen refinanziert werden sollen», sagt RPK-Präsidentin Gabriela Kleiner. Der Finanzplan würde mittelfristig keine nachhaltigen Verluste mehr aufweisen. «Sowohl das Budget als auch der Finanzplan bis 2017 sind stimmig», so Kleiner.

Zufrieden ist auch Kirchgemeindepräsidentin Barbara Haller. «Ich habe es geschätzt, dass die RPK bereit war, sowohl den Finanzplan als auch das Budget nochmals zu prüfen und einen neuen Abschied zu schreiben», sagt Haller. Zwar sei es viel Arbeit gewesen, die Finanzplanung zu überarbeiten, nun könne man die beantragten Stellen aber mit gutem Gewissen vertreten.

Einer dieser Anträge beinhaltet die Schaffung einer Stelle für einen Kirchgemeindeschreiber. «Langfristig sollen dadurch Sekretariatskosten eingespart werden. Dies wirkt sich positiv auf den Finanzplan aus», sagt Haller. Laut Planungen sei bis 2017 wieder ein ausgeglichenes Budget vorgesehen.