Das Internet ist eine Daten-Autobahn und zugleich eine riesige Bibliothek. Mithilfe von Suchmaschinen wie Google, Blinde Kuh oder Helles Köpfchen finden Schüler alles, was sie für einen Vortrag brauchen. Daneben bietet das Internet die Chance, sich auf bequeme Weise auszutauschen – mit Freunden, entfernten Bekannten, aber auch mit völlig unbekannten Menschen.

Beim Chatten sei allerdings Vorsicht geboten, warnte Giorgio Macaluso die Sechstklässler aus Oetwil am Dienstag am Medienkurs der Swisscom. «Hinter dem Pseudonym Larissa11 verbirgt sich nicht zwingend ein 11-jähriges Mädchen, sondern vielleicht ein 45-jähriger Mann, der nichts Gutes im Schilde führt», sagte der Medienexperte. Deshalb rät er, nur mit Menschen zu kommunizieren, die man aus der realen Welt kennt. Auf keinen Fall solle man persönliche Daten wie die Wohnadresse oder die Handynummer preisgeben oder unvorteilhafte Bilder von sich posten. «Denn was mal online ist, lässt sich kaum noch kontrollieren.» Zudem sollte man sich auf jeden Fall ein sicheres Passwort zulegen, so Macaluso, zum Beispiel «DSi8955Oic!»: Es bedeutet «Die Schule in 8955 Oetwil ist cool!» und ist für Aussenstehende kaum zu knacken.

Der Medienkurs in Carmen Luthigers Klasse ist ein Bestandteil des im letzten Jahr lancierten Präventionskonzepts der Primarschule Oetwil-Geroldswil. «Ziel des Kurses war es, die Lernenden über Chancen und Gefahren der modernen Kommunikationsmittel aufzuklären und ihnen das nötige Rüstzeug für den sicheren Umgang zu vermitteln», sagt Schulsozialarbeiterin Franziska Zbinden.

Und was ist denn nun bei den Kindern hängen geblieben? «Ich habe gelernt, dass man nicht zu viel Zeit in der Computerwelt verbringen soll, die reale Welt ist viel wichtiger», sagte die 12-jährige Riccarda. Für sie, die vor allem Whatsapp und Youtube nutzt, sei dies kein Problem: Sie spiele in ihrer Freizeit oft Gitarre oder gehe schwimmen. Basil (12) bewegt sich oft auf Instagram oder Whatsapp. «Ins Internet darf ich aber erst, wenn ich im Haushalt mitgeholfen habe.» Zu Herzen nehmen wird er sich vor allem die Aufforderung von Macaluso, nie mit Leuten zu chatten, denen man zuvor nicht mindestens einmal die Hand geschüttelt hat.