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Die Pflichtaufgabe ist erfüllt: Nun wollen die Schlieremerinnen nach oben klettern

Drei Partien vor Schluss haben die Schlieremerinnen den Ligaerhalt geschafft.

Michel Sutter
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Ramona Miotti (am Ball) und die Schlieremerinnen bleiben in der Nationalliga B, die Walperswilerinnen (in Weiss) können sie nicht mehr einholen.

Ramona Miotti (am Ball) und die Schlieremerinnen bleiben in der Nationalliga B, die Walperswilerinnen (in Weiss) können sie nicht mehr einholen.

Limmattaler Zeitung

Die Fussballmeisterschaft befindet sich in vielen Ligen im Endspurt. So auch bei den Frauen in der Nationalliga B. Dort hat Servette FC Chênois Féminin als Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung auf St. Gallen-Staad die besten Karten, den Aufstieg zu schaffen, auch wenn die Ostschweizerinnen noch eine Partie weniger ausgetragen haben.

In der unteren Tabellenhälfte ist jedoch schon eine Entscheidung gefallen – und zwar zugunsten von Schlieren. Mit dem 2:2 gegen Aïre-le-Lignon haben die Schlieremerinnen am vergangenen Samstag den Ligaerhalt definitiv geschafft. Denn Walperswil, das auf dem ersten Abstiegsplatz steht, hat gegen St. Gallen-Staad gleich mit 0:9 verloren und kann die Limmattalerinnen in den restlichen Partien nicht mehr überholen.

Schlierens Trainer Getoar Sallauka ist froh darüber, dass man die – aus Sicht des Vereins – Pflichtaufgabe erfüllt hat. Und auch Sportchefin Sandra Kälin sagt: «Es ist super, dass wir das bereits drei Runden vor Schluss geschafft haben.» Ein bemerkenswerter Erfolg angesichts der Tatsache, dass die Schlieremerinnen vor der Winterpause in sieben Partien nur gegen Walperswil gewinnen konnten. Doch was gab den Ausschlag für den Erfolg? Für Sallauka ist es das Trainingslager im Winter. «Da haben wir zueinandergefunden, und der Teamgeist wurde gestärkt», sagt er. «Wir spürten, dass etwas drinliegt.»

Das zeigte sich auf dem Platz: Von zehn Partien in der Rückrunde verloren die Schlieremerinnen gerade mal eine – gegen den Tabellenführer Servette FC Chênois Féminin. In den restlichen neun Partien holten die Limmattalerinnen vier Siege und fünf Unentschieden – und damit insgesamt 17 Punkte. Und das trotz dem Verletzungspech, das den Schlieremerinnen in der Vergangenheit stets treu gewesen und während der Rückrunde zurückgekehrt war. So fiel unter anderem Sanja Mijovic, die erst von einer langen Verletzungspause zurückgekehrt war, nach ihrer zweiten Partie in der Rückrunde gegen Servette Ende Februar erneut für mehrere Partien aus. Und mit Sarah Krüsi fehlte den Schlieremerinnen eine weitere Stürmerin. «Wir haben unter anderem Spielerinnen von der zweiten Mannschaft in die erste geholt», sagt Sallauka.

Zudem mischte die Sportchefin persönlich mit: Kälin kam in einigen Partien in der Rückrunde zum Einsatz und schoss dabei fünf Tore. «Ich spiele zwar immer noch gerne Fussball», sagt die ehemalige Spitzenspielerin, «aber die Idee war eigentlich nicht, dass ich auf dem Platz stehe.»

Verstärkungen gefragt

Für sie steht deshalb fest, dass die Mannschaft zusätzliche Spielerinnen benötigt. «Das Team lebt zwar, aber der Kader ist sehr schmal. Man kann sich mit einem so engen Kader vielleicht retten», sagt sie, «aber das ist nicht das Ziel.» Das Ziel sei, sich nach oben zu orientieren. Dafür will sich Kälin im Sommer nach Verstärkungen umsehen. «Wichtig ist, dass wir Qualität holen.»

Die Saison sauber fertig spielen

Auch Sallauka würde sich Verstärkungen wünschen. Allerdings sei noch unklar, welche Spielerinnen beim Verein bleiben werden. «Diese Gespräche werden demnächst geführt», sagt er.

Vorerst gilt es, die restlichen drei Spiele in dieser Saison zu absolvieren. Doch wie motiviert man sich für diese Begegnungen, wenn eigentlich schon alles entschieden ist? «Wir sind noch bei Servette zu Gast», sagt Kälin. «Das ist für uns ein Gradmesser.»
Mit den Genferinnen haben die Limmattalerinnen nach der 1:3-Heimniederlage im Februar noch eine Rechnung offen. Doch das ist nicht der einzige Motivationsgrund. «Wir wollen in der Tabelle nochmals nach oben klettern», sagt Sallauka. «Wichtig ist, dass wir uns beweisen.»

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