Feuerwehrübung

Die Oberengstringer Feuerwehr lässt die Bevölkerung ruhig schlafen

Die Feuerwehr Oberengstringen wurde im Rahmen einer Hauptübung geprüft – nach über 20 Jahren Pause. Das soll auch der Nachwuchsförderung dienen. Einsatzleiter Peter Knuchel war sichtlich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft.

Für Olivier Béguin, Kommandant der Feuerwehr Oberengstringen, gab es mehrere Gründe, nach einer Pause von 20 Jahren wieder eine Hauptübung zu machen. «Das Durchschnittsalter unseres Korps liegt bei über 47 Jahren. Das heisst, über kurz oder lang werden einige Feuerwehrangehörige in den verdienten Ruhestand treten», erklärte Kommandant Béguin am Rande der Hauptübung. Damit steigt der Bedarf nach Nachwuchs beinahe dramatisch an. Schon jetzt läuft die Suche auf vollen Touren, doch nur mit mässigem Erfolg.

Für die Hauptübung, so quasi zur «Premiere», wählten Ausbildungschef Daniel Erni und Kommandant Olivier Béguin eine Liegenschaft mitten im alten Dorfkern von Oberengstringen mit mehreren Wohneinheiten und einer Werkstatt im Untergeschoss. In dieser Malerwerkstatt wurde dann auch ein Brandausbruch mit grosser Rauchentwicklung simuliert, die eine Flucht durch das Treppenhaus für die Bewohner verunmöglichte. Mit der Autodrehleiter wurde unmittelbar nach Eintreffen der Feuerwehr eine Person vom Balkon evakuiert, während mehrere Teams unter Atemschutz im Gebäude selbst zwei weitere verletzte Personen bergen konnten.

Zügig und effizient gearbeitet

Diese wurden an den Samariterverein Oberengstringen zur Betreuung übergeben. «Die ungewisse Situation ist natürlich eine grosse Herausforderung. Denn man weiss nie, wie viele Patienten letztendlich betreut werden müssen», sagte Susanne Schiuma, technische Leiterin.

«Ich bin stolz auf meine Mannschaft, denn 20 Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr waren alle Rettungen abgeschlossen, das Feuer gelöscht und das Treppenhaus wieder rauchfrei», resümierte Einsatzleiter Peter Knuchel die Arbeit seiner Crew. Vor allem die gute Leistung, die Zeit und die Effizienz bei dieser Hauptübung lobte auch Ausbildungschef Daniel Erni: «Bei jeder Übung gibt es Kleinigkeiten, die man besser machen kann. Dafür üben wir auch regelmässig solche möglichen Gefahrensituationen.»

Unter den zahlreichen Zuschauern war nebst Gemeindepräsident André Bender auch Statthalter Adrian Leimgrübler. Nicht fehlen durfte natürlich auch Gemeinderätin und Sicherheitsvorsteherin Claudia Trüb, die der Feuerwehr grosse Anerkennung ausdrückte. «Eine gut organisierte Feuerwehr lässt die Bewohner ganz ruhig schlafen», sagte Trüb. Innerhalb der Feuerwehr gäbe es für Claudia Trüb übrigens nur eine Tätigkeit. «Ich würde, wenn, dann am liebsten mit der Autodrehleiter fahren und sie bedienen», meinte Trüb schmunzelnd. Wer sich für die Feuerwehr Oberengstringen interessiert, findet unter www.fwoe.ch weitere Informationen.

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