Schlieren

Die Mini-Bibliothek Im Herzen der Stadt ist eröffnet

Bei der Pischte 52 steht seit dieser Woche ein Schrank mit rund 200 Werken aus verschiedenen Genres. Die Bücher sollen von der Bevölkerung abgeholt, ausgetauscht und ersetzt werden.

Seit Freitag ist das Schlieremer Zentrum offiziell um eine kulturelle Attraktion reicher. Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP) weihte gemeinsam mit Bibliotheksleiterin Monique Roth und Gemeinderat Manuel Kampus (Grüne) den ersten öffentlich zugänglichen Bücherschrank der Stadt ein. «Nicht nur aus sozialen Gründen ist es schön, wenn man Bücher weitergibt – es ist auch ökologisch», sagte Bärtschiger. Nutzerinnen und Nutzer können Bücher gratis entnehmen und sie zurückbringen oder ein anderes Buch in den Schrank stellen. Einmal wöchentlich schaut das Bibliotheksteam zum Rechten. Offen ist der Schrank, der von der Schlieremer Stahl- und Traumfabrik AG gefertigt wurde, schon seit Mittwoch: «Seither hat sich der Bestand schon leicht verändert», sagt Roth.

Ursprünglich habe man das Projekt an einem ruhigen Standort, der zum Lesen einlädt, realisieren wollen, sagte Bärtschiger. Der Platz zwischen Zentrumskreisel und Pischte 52 ist wegen des Durchgangsverkehrs aber sehr lärmig. «Hier werden einerseits durch die Passantenströme viele Nutzende erreicht. Andererseits besteht eine gewisse soziale Kontrolle, da der Schrank in Sichtweite der Bibliothek liegt», sagte Bärtschiger. Damit könne Vandalismus vorgebeugt werden.

Kampus rannte bei der Stadt offene Türen ein

Auch Kampus, der die Idee für den Bücherschrank mittels Postulat an den Stadtrat herantrug, freute sich über die Eröffnung. Besonders über das Tempo, das die Stadt hinlegte. «Sonst heisst es immer, in der Politik gehe alles sehr langsam. Schlieren zeigt nun, dass es auch anders geht.» Erst im Mai vergangenen Jahres reichte er das Postulat ein, zu welchem er sich von seiner Partnerin inspirieren liess.

Bei der Stadt rannte er damit offene Türen ein, wie Bärtschiger sagt. Denn bereits vor anderthalb Jahren habe der Stadtrat eine Exkursion nach Basel absolviert und dort ähnliche Schränke gesichtet. «Wir dachten sofort, das wäre auch etwas für Schlieren.» Roth bestückte den Schrank mit rund 200 Büchern. «Dabei handelt es sich um Werke, die man uns geschenkt hat, die aber bereits im Bestand der Bibliothek sind. Ich schaute, dass viele Sparten vertreten sind und somit für alle etwas dabei ist – vom Krimi bis zum Kinderbuch», so Roth.

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