Dietikon
Die Miete für das neue Schulhaus kostet jährlich 1,3 Millionen Franken

Zu den Mietkosten für die neuen Schulräumlichkeiten im Limmatfeld von jährlich knapp 1,3 Millionen Franken kommt ein einmaliger Betrag von knapp 2 Millionen Franken für die Einrichtung.

Dominic Kobelt
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Ein Teil dieses Gebäudes soll als Schulhaus genutzt werden (Visualisierung). zvg

Ein Teil dieses Gebäudes soll als Schulhaus genutzt werden (Visualisierung). zvg

Schulraum ist in Dietikon knapp: Um dieses Problem zu beheben, hat der Stadtrat dem Gemeinderat nun einen Antrag gestellt. Genehmigt werden sollen der Mietvertrag und ein einmaliger Kredit, damit sich die Stadt im Limmatfeld einmieten kann – und so zu einem neuen Schulhaus kommt. Zu den Mietkosten von jährlich knapp 1,3 Millionen Franken kommt ein einmaliger Betrag von knapp 2 Millionen Franken für die Einrichtung.

Den Bedarf an zusätzlichem Schulraum belegt der Stadtrat mit einer Studie. Bereits 2007 kam die Firma Wüst und Partner zum Schluss, dass bis zum Schuljahr 2017/18 insgesamt 14 neue Schulzimmer und elf Gruppenräume benötigt würden. Die Studie wurde fortgeführt unter Einbezug der Entwicklungen im Limmatfeld und im Quartier Altberg. Zudem musste das neue Volksschulgesetz berücksichtigt werden: Während der Umsetzung habe sich ein Mangel an Gruppenräumen gezeigt.

Die erweiterte Studie von 2010 bestätigt den aktuellen Platzbedarf an Schulraum und prognostiziert auch für die Zukunft zusätzlichen Bedarf. Die Analyse rechnet mit drei Szenarien und kommt auf einen Bevölkerungsstand zwischen 24170 und 24790 Einwohnern bis zum Jahr 2020. In der Zwischenzeit ist die Bevölkerung der Stadt Dietikon bereits auf 24200 angewachsen. «Bis 2015 wird daher von einem Mehrbedarf von etwa zehn Schulzimmern ausgegangen; bis im Jahr 2020 ist mit einem Mehrbedarf von bis zu 25 Schulzimmern zu rechnen», schreibt der Stadtrat. Für 2013 rechnet er mit einem Anstieg von etwa 130 Schülerinnen und Schülern – bis 2020 mit etwa 400. In diesen Zahlen nicht eingerechnet sind die Kindergartenkinder.

Miete bietet sich an

Ebenfalls zur Diskussion stand ein allfälliger Rückkauf des Berufsschulhauses an der Schöneggstrasse. Die Vertreter des Kantons hätten aber im Verlaufe des Jahres 2011 deutlich gemacht, dass in absehbarer Zeit keine Verlegung des Berufsschulhauses geplant sei und ein Verkauf der Liegenschaft nicht zur Diskussion stehe.

Die Variante, Schulraum im Limmatfeld zu mieten, bietet sich aber auch sonst an: Einerseits ist es nicht möglich, bis 2015 ein Schulhaus zu planen und zu bauen – dann werden die Schulzimmer aber benötigt. Zudem hat die Stadt im Limmatfeld, wo der grösste Bevölkerungszuwachs erwartet wird, keine Landreserven.