Dietikon
Die Megabatterie der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich ist am Netz

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben einen grossen Schritt in die Stromzukunft getan. Ihr Batteriespeicher in Dietikon ist nach zwei Jahren Testbetrieb am Netz der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid

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So sieht die Megabatterie von Aussen aus.

So sieht die Megabatterie von Aussen aus.

ABB

Sie liefert Primärregelenergie zum Ausgleich von Solar- und Windkraft-Schwankungen. Die Anlage ist der erste Batteriespeicher mit Marktzugang in Europa und das erste Nicht-Wasserkraftwerk, das in der Schweiz Primärregelenergie anbietet, teilen die EKZ mit. Laut Peter Franken, Leiter Geschäftsbereich Netze, wurde damit ein «wichtiger Meilenstein» erreicht. Die EKZ könnten nun an Online-Auktionen für Primärenergie der Swissgrid teilnehmen. Laut Franken kann der Batteriespeicher in weniger als einer Sekunde von ein Megawatt Laden auf ein Megawatt Entladen wechseln und so Abweichungen im Netz viel schneller ausgleichen. Dank dieser Flexibilität könne er im Markt eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien erhalten Batteriespeicher in Zukunft grosse Bedeutung. Weil der Wind nicht immer weht und die Sonne sich oft hinter Wolken versteckt, kann es zu Schwankungen im Stromnetz kommen. Damit die Frequenz, die in Europa einheitlich 50 Hertz beträgt, stabil bleibt, müssen Produktion und Verbrauch elektrischer Leistung immer im Gleichgewicht sein. (sda)

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