Curling

Die Limmattaler Curlerinnen steigen ohne Trainer ins Turnier

Carmen Schäfer (l.) und Janine Greiner wollen mit der EM-Teilnahme den Weg nach Sotschi freiwischen. KEY

Carmen Schäfer (l.) und Janine Greiner wollen mit der EM-Teilnahme den Weg nach Sotschi freiwischen. KEY

Curling Carmen Schäfer und Janine Greiner wollen mit dem Team Davos an die EM nach Karstad. Ernst wird es ab heute an den EM-Trials in Biel. Dort wird entscheiden, welches Schweizer Team an die EM nach Schweden darf.

Die beiden Limmattalerinnen Carmen Schäfer und Janine Greiner scheiterten in der letzten Saison in der Qualifikation zur EM. In Moskau wurde damals die Schweiz von einem anderen Team vertreten und blieb prompt ohne Medaille. Anders sah es an der Weltmeisterschaft in Kanada aus. Die Davoserinnen mit Skip Mirjam Ott gewannen die verbandsinterne Qualifikation für das Turnier und wurden später auch Weltmeisterinnen.

Ab heute finden in Biel die Titelkämpfe statt. Dort wird sich entscheiden, welches Team für die Schweiz an die EM im schwedischen Karstad reisen darf. Um die Qualifikation kämpfen die drei besten Schweizer Frauenteams, Davos, Bern und Aarau. «Unsere Chancen belaufen sich auf 33 Prozent. Die anderen beiden Teams sind stark und im Curling kann viel passieren», blickt Greiner voraus.

Als grösste Stärke von Davos bezeichnet sie die langjährige Erfahrung: «Wir kennen uns mittlerweile in- und auswendig, spielen schon viele Jahre zusammen Curling und harmonieren bestens.» Hinzu kommt ihre immense Routine was Grossanlässe betrifft. Gemeinsam nahmen sie bereits an vier Weltmeisterschaften und immerhin an einer Olympiade teil. In Vancouver vor zwei Jahren mussten sie mit dem undankbaren vierten Rang vorlieb nehmen.

EM als Zwischenstation für Sotschi

Olympia 2014 in Sotschi ist denn auch das nächste grosse Ziel der Davoserinnen und die Teilnahme an der EM ein wichtiger Schritt dahin. Aktuell stehen sie an der Spitze des Ranking von Swisscurling, welches für die Teilnahme an den Olympischen Spielen relevant ist. Doch der Vorsprung schmilzt, denn nach einem starken Auftritt am Basel Masters konnten die Aarauerinnen rund um Skip Silvana Tirizoni wertvolle Punkte aufholen.

Auch für das Team Bern mit Skip Michèle Jäggi ist die Olympiaqualifikation noch nicht ausser Reichweite. «Darum ist es für uns doppelt wichtig, an den EM-Trials in Biel zu triumphieren», betont Schäfer. Einerseits sei es immer ein tolles Erlebnis an einem internationalen Anlass teilzunehmen, andererseits gelte es, den Vorsprung im Olympiarennen auszubauen.

Trainerfrage sekundär

Nach nur zweimonatiger Zusammenarbeit trennten sich die Davoserinnen vom ehemaligen Elite-Curler Stefan Heilmann. Weshalb, will Schäfer der Öffentlichkeit nicht preisgeben. «Es hat einfach nicht gepasst. Wir haben als Team nicht harmoniert. Aufgrund der persönlichen Unterschiede entschlossen wir uns, in gegenseitigem Einvernehmen, die Zusammenarbeit zu beenden.»

Dass die Davoserinnen im Rennen um die EM-Teilnahme nicht auf die Unterstützung eines Trainers setzen können, sehen sie nicht als Nachteil. «Mit der Unterstützung unserer Ersatzspielerin Alina Pätz sind wir nicht ganz alleine. Zudem ist es für uns nicht das erste Mal, dass wir ohne Trainer in ein wichtiges Turnier steigen», gibt sich Schäfer optimistisch. Im Moment sei die Trainerfrage nicht zentral, es gelte den Fokus auf das Sportliche, namentlich die EM-Trials in Biel, zu legen.

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