Geroldswil
Die letzte Show der jungen Synchronschwimmerinnen im alten Hallenbad

Ende Dezember wird das Bad wegen des Umbaus bis im September 2014 schliessen. Zum Abschied von der alten Halle führen die jungen Synchronschwimmerinnen drei kurze Küren auf.

Anina Gepp
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Valérie Weger (rechts aussen) trainiert die jungen Synrochschwimmerinnen
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Hallenbadschliessung in Geroldswil
Für den Auftritt haben sich Xenia und Enea geschminkt und ihre schönste Frisur gemacht
Die Mädchen des Synronschwimmens werden für ein Jahr in Spreitenbach trainiert
Die Gruppe Flamingo hat an diesem Abend ihren ersten Auftritt vor Publikum
Die 9-jährige Xenia und die 10-jährige Elea sind heute zum letzten Mal in diesem Bassin synchron geschwommen

Valérie Weger (rechts aussen) trainiert die jungen Synrochschwimmerinnen

Limmattaler Zeitung

In pinkfarbenen Tutus und blau schimmernden Gewändern tänzeln zehn junge Synchronschwimmerinnen zum Schwimmbecken im Geroldswiler Hallenbad. Es ist ihr erster grosser Auftritt vor Publikum und für knapp ein Jahr der letzte in der Schwimmhalle in Geroldswil. Denn nach 39 Jahren erhält das Hallenbad ein Facelifting und öffnet seine Türen erst im September 2014 wieder.

Zum Abschied von der alten Halle führen die Synchronschwimmerinnen drei kurze Küren auf. Mit ihrer Trainerin Valérie Weger haben die jungen Sportlerinnen es geschafft, in nur einem Jahr eine Choreografie einzustudieren und diese synchron zur Musik umzusetzen.

Nach dem Auftritt steigen die Mädchen keuchend aus dem Wasser und reiben sich die Schminke aus den Augen. «Kaum eine Sportart ist so vielfältig und anspruchsvoll wie Synchronschwimmen. Dabei werden Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer trainiert», sagt Ursula Hintermeister von der Schwimmschule Limmattal.

Schwimmschule siedelt um

Nach der Schliessung des Hallenbads am 31. Dezember müssen die Mädchen aber nicht auf ihr Training verzichten. «Der Synchronschwimmunterricht und ein grosser Teil der Schwimmschule können in Dietikon und Spreitenbach weitergeführt werden», so Hintermeister. Vor allem für die jüngeren Mitglieder sei es wichtig, nicht ein Jahr Trainingspause einlegen zu müssen.

Eine besondere Aufgabe wird im nächsten Jahr Chefbademeisterin Maya Werder zukommen. Sie betreut den Umbau vor Ort mit. Liegenschaftsvorstand Peter Christen setzte ihr deshalb schon einmal den Bauhelm auf und sprach im Namen des Gemeinderats seinen Dank für die geleistete Arbeit des Bademeisterteams aus. «Möge die Bauzeit gut über die Runden gehen», sagte er.

Werder wird die Baustelle fotografisch dokumentieren und auch auf dem Bau selbst zurate gezogen werden. «Ich freue mich auf diese Herausforderung und darauf, all mein Wissen anwenden zu können», sagt die Chefbademeisterin.

Werkhof beschäftigt Bademeister

Weiterhin beschäftigt wird auch das Bademeisterteam. Christian Hartmann und Nicole Baumann werden die Badehosen aber vorerst gegen wärmere Kleidung umtauschen und für den Werkhof der Gemeinde arbeiten. «Ich bin nun seit 14 Jahren im Hallenbad Geroldswil Bademeister. Die Temperaturumstellung wird sicher hart für mich», sagt Hartmann mit einem Augenzwinkern. Dennoch freue er sich auf neue Aufgaben wie Rasenmähen oder Schneeräumen.

Für Bruno Feldmann hingegen geht mit dem Umbau auch seine Ära als Bademeister zu Ende. Er lässt sich nach 17 Jahren im Betrieb pensionieren. Die drei Kassiererinnen, die das Hallenbad beschäftigte, werden sporadisch von der Gemeinde im administrativen Bereich eingesetzt.

Damit die Besucher des Hallenbads den Umbau mitverfolgen können, werden auf der Gemeindehomepage laufend aktuelle Fotos der Bauarbeiten aufgeschaltet. In der Hälfte der Bauzeit wird es für Interessierte zudem eine Umbauführung geben.