Startschuss für den Masterplan – die Rahmenbedingungen für die Erarbeitung des Planungsinstrumentes stehen. Der Oberengstringer Gemeinderat hat das Pflichtenheft und die Zielvereinbarung für das Städteraumplanungsbüro Metron AG verabschiedet. Ende Juni fand die erste Sitzung mit den Planern statt. Diese können sich damit an die Arbeit machen, sodass der Masterplan wie vorgesehen Ende Jahr in einer Grobfassung fertig ist.

Der Masterplan soll zeigen, was städtebaulich im Zentrum von Oberengstringen überhaupt sinnvoll und machbar ist. Zudem soll er dem Gemeinderat als künftiges Steuerungs- und Koordinationsinstrument dienen. Als Grundlage für die Planungen dienen die verschiedenen Vorschläge der Bevölkerung zur Attraktivitätssteigerung der Gemeinde, die an der Zukunftskonferenz geäussert wurden.

Fünf Hauptthemen definiert

Der Perimeter des Masterplans reicht vom Lanzrain bis zum Einlenker in die Märzenbühlstrasse. Im Norden wird er von der Rebbergstrasse beziehungsweise der Gartenstrasse begrenzt. Im Süden reicht er bis zum Kirchweg. «Damit ist gewährleistet, dass die beiden Schulanlagen links und rechts der Zürcherstrasse, sowie der Coop und das Restaurant Schweizerhof sowie das Gebiet ‹Im Winkel› erfasst werden», sagt Gemeindepräsident André Bender.

Ausgehend von der Zukunftskonferenz, so Bender, seien fünf Hauptthemen im Pflichtenheft definiert worden. Es handle sich dabei um die Schulhausentwicklung, die Verkehrsplanung der Zentrumskreuzung, die Dorfplatzgestaltung, die Zentrumsbaugestaltung und das Wohnen im Alter. «Neben der Klärung der Frage, was städtebaulich überhaupt sinnvoll für die Gemeinde ist, liefert uns der Masterplan möglicherweise weitere Ideen, was umsetzbar ist», hält Bender fest. So sei es sinnvoll, dass ein Projekt für Wohnen im Alter möglichst in Zentrumsnähe realisiert werde. «Der Masterplan wird zeigen, ob ein solches Projekt ‹Im Winkel› gebaut werden kann, wo die Gemeinde noch Land besitzt. Oder vielleicht besteht die Möglichkeit das Zentrum aufzustocken oder beim Schulhaus Rebberg ein solches Wohnhaus zu erstellen», so Bender. Er sei gespannt, zu welchem Schluss die Planer kommen.

Gleichzeitig mit dem Pflichtenheft wurde auch ein Zeitplan definiert und Personalentscheide getroffen. Vorgesehen ist, dass im Februar oder März eine Ergebniskonferenz durchgeführt werden kann. «Wir müssen uns im Gemeinderat aber noch entscheiden, ob wir eine öffentliche Veranstaltung machen, wovon ich ausgehe», so Bender. Rückmeldungen der Ergebniskonferenz sollen danach in den Masterplan einfliessen, sodass dieser im Mai definitiv verabschiedet werden könne.

Für die Projektleitung verantwortlich ist ein Gremium bestehend aus dem Gemeindepräsidenten, Liegenschaftenvorstand Jean-Fritz Weber und Bauvorstand René Beck. Zudem werde eine Begleitgruppe gebildet, in der Vertreter des Steuerungsausschusses zur Attraktivitätssteigerung der Gemeinde (AOE), der Schule und des Gewerbevereins vertreten sind. «Die AOE bildet quasi die Vertretung der Bevölkerung. Die Schule ist in der Begleitgruppe dabei, weil der Masterplan auch sie betrifft und der Gewerbeverein soll die Planungen auch unter marktwirtschaftlichen Kriterien begleiten», so Bender.