Wikinger rüsten ihr Drachenschiff auf und kleine Bären halten sich sicherheitshalber fest an Papis Bein. Für den richtigen Sound und das Wippen in den Beinen sorgt die Birmensdorfer Guggenmusik «Flüügetätscher». Der Wagen des Knabenvereins Aesch ist eine mobile NSA-Abhörzentrale. «Mir losed au bi dir mit», steht da in grossen Lettern. Die «Glatte Cheibe», ebenfalls aus der Nachbargemeinde, lassen Konfetti aus ihrer mobilen Kanone regnen. Der farbenprächtige Umzug will kein Ende nehmen.

Nach zweijähriger Pause hat eine Arbeitsgruppe des Elternforums die Kinderfasnacht Birmensdorf wieder zum Leben erweckt. Die Bevölkerung, so Nicole Weber vom Organisationskomitee, habe den Anlass vermisst. Vom Erfolg ist sie überwältigt: «Wir haben mit etwa 150 Leuten gerechnet, gekommen sind viel, viel mehr.» Das sei ein starkes Zeichen: «Wir machen nächstes Jahr weiter, ganz klar.» Im Gemeindezentrum gibt's inzwischen Kuchen und Würstli für die müden Fasnächtler. Die «Flüügetätscher» lassen es nochmals richtig krachen - so laut, dass sich manche kleine Prinzessin die Ohren zuhalten muss. An ein Gespräch ist nicht zu denken. Aber dafür, das weiss doch jeder richtige Fasnächtler, ist die Fasnacht ja auch nicht da.