In turbulenten Zeiten will die Drei-Königs-Gesellschaft Dietikon im Namen des Christentums Gutes tun. Mit Aufmerksamkeit, Respekt und Liebe sei Jesus auf Arme, Flüchtlinge und Menschen am Rand der Gesellschaft zugegangen, habe ihnen zugehört und seine Hilfe angeboten, wie die Gesellschaft in einer Mitteilung schreibt.

Darum solle Jesus gerade an Weihnachten zum Vorbild werden. Seit Jahren folgt sie dieser Botschaft, indem ihre Sternsingerinnen und Sternsinger Anfang Jahr Geld für einen guten Zweck sammeln.

Seit vielen Jahren kommt ein Teil des ersungenen Geldes dem Hilfswerk «Novo Movimento» zugute, welches von Pater Reginald in São Paulo gegründet wurde. Es versucht, Kindern und Jugendlichen in den Favelas der Grossstadt eine Schulbildung und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Ein weiterer Teil der Spenden geht an das internationale katholische Missions- und Hilfswerk «Missio». Dieses Jahr will «Missio» vor allem darauf aufmerksam machen, dass vielen Kindern weltweit kein Respekt entgegengebracht wird. Die Spendengelder setzt «Missio» dazu ein, Kindern weltweit mit Rücksicht auf ihre eigene Kultur zu einer Perspektive zu verhelfen.

Birmensdorf, Uitikon und Aesch

Dieses Jahr sendet eine weitere katholische Kirchgemeinde ihre Sternsinger aus, nämlich diejenige von Birmensdorf, Uitikon und Aesch. Laut dem Pfarreibeauftragten Thomas Leist sind am 3. Dezember sechs bis sieben Kinder in drei Gruppen und in allen Gemeinden unterwegs.

In der katholischen Kirchgemeinde Geroldswil, auch für die Gemeinden Weiningen und Oetwil zuständig, laufen die Bemühungen noch, auf Anfang Jahr eine Sternsingergruppe zusammenzustellen. Er sei aber noch nicht sicher, ob man genügend Kinder finde, die mitmachen können und wollen, sagt Pastoralassistent Markus Binder.

Auch weil die katholische Kirchgemeinde Engstringen aufgrund des Pfarrerwechsels derzeit im Umbruch sei, werde es in Ober- und Unterengstringen dieses Jahr keine Sternsinger geben, sagt Sakristan Claudio D’Inca. «Das Sternsingen hatte bei uns ausserdem nie wirklich Tradition», so D’Inca. Der neue Pfarrer werde das Sternsingen aber möglicherweise wieder einführen.

Worum es beim Sternsingen geht

Der Brauch des Sternsingens – manchmal auch Dreikönigssingen genannt – ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar und stammt vermutlich aus den Dreikönigsspielen. In Deutschland, Österreich, dem Südtirol und in der Schweiz wird das Sternsingen heute vorrangig von katholischen Gemeinden organisiert, die meist Kinder oder Jugendliche aussenden.

Die Sternsinger sind als Heilige Drei Könige verkleidet und ziehen von Haus zu Haus, singen Lieder und segnen die Häuser und ihre Bewohner. Dazu schreiben sie mit gesegneter Kreide die Buchstaben C, M und B mit der jeweiligen Jahreszahl über die Haustüre.

Die drei Buchstaben stehen für «Christus mansionem benedicat», Lateinisch für «Christus segne dieses Haus». Unterwegs sind die Sternsinger jeweils innerhalb der zwölf Weihnachtstage – zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar – und sammeln Geld für wohltätige Zwecke.