Weiningen
Die Kirche setzt einen Gemeindeschreiber ein

Die Verwaltung der Reformierten Kirchgemeinde Weiningen wird künftig von einem Kirchgemeindeschreiber geleitet. Dies haben die 63 Stimmberechtigten an der gestrigen Kirchgemeindeversammlung in Geroldswil beschlossen.

Sandro Zimmerli
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reformierte kirche weiningen.jpg

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Sandro Zimmerli

Sie folgten einem entsprechenden Antrag der Kirchenpflege einstimmig. «Der Kirchgemeindeschreiber nimmt generell sehr ähnliche Aufgaben wahr wie der Gemeindeschreiber einer politischen Gemeinde», erklärte Liegenschaftenvorstand Simon Plüer. Er sei Vorgesetzter der inneren Dienste, des Sekretariates und der Hausdienste, «in unserem Fall der Sigristen». Er ist eine Drehscheibe für die Kommunikation zwischen Behörde, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit. «Das führt zu einer Entlastung der Kirchenpflege und zu mehr Professionalität», erläuterte Plüer die Idee hinter der neuen Stelle.

Stellenantritt im Sommer geplant

Die Kirchenpflege hat im Budget für eine 60- bis 80-Prozent-Stelle 70 000 Franken eingesetzt. Der Kirchgemeindeschreiber soll seine Arbeit frühestens ab dem 1. Juni 2014 aufnehmen. Obwohl die neue Stelle zuerst neue Ausgaben verursacht, rechnet die Kirchenpflege langfristig mit Einsparungen. Durch natürliche Abgänge und Personalwechsel sollen mittelfristig, das heisst etwa innerhalb der nächsten vier Jahre, 40 Stellenprozente eingespart werden können. Damit wird die Aufstockung im Sekretariatsbereich langfristig rund zehn Prozent ausmachen.

Die Idee zur Schaffung einer Gemeindeschreiberstelle ist dem im letzten Juni lancierten Projekt «Organisationsentwicklung» entsprungen. Damals liess die Kirchenpflege die Strukturen und Organisation der Kirchgemeinde durch einen externen Berater untersuchen mit dem Ziel, diese wenn nötig anzupassen und zu verbessern.

Im Zuge der Schaffung der Kirchgemeindeschreiberstelle hat die Versammlung auch der Reduktion der Zahl der Kirchenpfleger zugestimmt. Neu wird sie aus sieben und nicht mehr neun Personen bestehen.

Ebenfalls genehmigt wurde das Budget. Es weist bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 11 Prozent einen Aufwandüberschuss von rund 208 000 Franken aus. Dieser Voranschlag stand denn auch am Ursprung der Terminverschiebung der Versammlung. In ihrem Abschied zuhanden der für den 27. November geplanten Kirchgemeindeversammlung empfahl die Rechnungsprüfungskommission (RPK) den Voranschlag sowie sämtliche damit verbundenen Geschäfte zur Ablehnung.

Grund waren die beantragten neuen Stellen, die zu höheren Fixkosten und langfristig zu einem Minus von rund 1,27 Millionen Franken im Finanzplan geführt hätten. Auf Empfehlung der RPK hat die Kirchenpflege sowohl das Budget als auch den Finanzplan überarbeitet. Letzter wurde ebenfalls präsentiert. Trotz grosser Investitionen wird der Cashflow ab 2015 positiv sein. Auf 2017 ist wieder eine ausgeglichene Rechnung vorgesehen.

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