Curling

Die Kinder des Curling-Clubs Limmattal trainieren fürs Cherry-Rocker-Turnier

Giulia, Selina und Emma werden am Cherry-Rocker-Turnier am Samstag in Urdorf für den CC Limmattal antreten.

Giulia, Selina und Emma werden am Cherry-Rocker-Turnier am Samstag in Urdorf für den CC Limmattal antreten.

Jonas und Simon sind zwei von etwa einem Dutzend Kindern, die an diesem Nachmittag trainieren. Sie bereiten sich auf das Cherry-Rocker-Turnier vor, das am Samstag in Urdorf stattfindet und an dem Kinder verschiedener Vereine teilnehmen.

Mittwochnachmittag, in der Curling-Halle Weihermatt in Urdorf. Jonas lacht laut über sich selbst. Der Achtjährige ist auf der Curlingbahn ausgerutscht und auf dem Hosenboden gelandet — zum wiederholten Mal. Sein Kollege, der siebenjährige Simon, lacht mit ihm. Bereits zum 26. Mal organisiert der Curling-Club Limmattal das Turnier. Und der Verein kann durchaus auf einen Heimsieg hoffen: In den letzten beiden Jahren gewannen die Kinder des CC Limmattal jeweils die Schweizermeisterschaft.

Strategie ist noch zweitrangig

Einige der Kinder, die an diesem Nachmittag auf dem Eis stehen, spielen erst seit diesem Winter Curling. So wie Emma (10). «Mir gefällt es, auf dem Eis zu fahren», erklärt sie. Andere wiederum trainieren schon seit mehreren Saisons. Dazu gehört die zehnjährige Selina, die bereits im vergangenen Jahr am Cherry-Rocker-Turnier in Urdorf teilgenommen hat.

Oder die achtjährige Zoe, die ihre zweite Curling-Saison bestreitet. «Bei mir hat fast die ganze Familie schon Curling gespielt», sagt Zoe. «Daher habe ich damit angefangen.» Auch die siebenjährige Giulia ist wegen ihrer Familie zum Curling gekommen. «Mein Vater und mein Bruder spielen ebenfalls», erklärt sie.

«Ich habe meinem Bruder zugesehen und meine Mutter gefragt, ob ich mitmachen darf.» Seither ist sie von der Sportart begeistert. «Es macht Spass, die Steine abzugeben und auf dem Eis herumzurutschen», schwärmt sie. Das «Herumrutschen» auf der glatten Oberfläche: Fast alle Kinder geben das als Grund dafür an, dass sie mit dem Curling begonnen haben. Die eigentliche Herausforderung des Spiels, nämlich das strategische Denken, spielt bei ihnen noch eine untergeordnete Rolle.

«Im Training mit den Kindern geht es mehr darum, ihnen beizubringen, dass sie Verantwortung in einer Gruppe übernehmen», erklärt René Riva vom Trainerteam. «Denn vier gute Curlingspieler bilden noch lange kein gutes Team. Schliesslich müssen alle im Team gut miteinander auskommen, um Erfolg zu haben.»

Doch nicht nur deswegen ist Curling aus Sicht von Riva für Kinder bestens geeignet. «Es gibt ja keinen Körperkontakt», erklärt er. Das hat zur Folge, dass die Verletzungsgefahr sehr gering ist. Da stattdessen viel Konzentration gefragt ist, bezeichnet Riva das Curling als «intellektuelle» Sportart.

Am Samstag nun darf der Nachwuchs des CC Limmattal beweisen, was er kann. Mit zwei Mannschaften wird er antreten und versuchen, möglichst gut abzuschneiden. Dass die Kinder ehrgeizig sind und das Turnier ernst nehmen, zeigt die Aussage von Simon (11), der schon zwei Turniere absolviert hat: «Ich bin schon etwas nervös.»

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