Birmensdorf
Die Kapo hat ein neues Zuhause

Der neue Posten an der Stallikonerstrasse ist freundlicher – und grösser.

Florian Niedermann
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Der Polizeiposten Birmensdorf ist in ein neues Gebäude gezogen.
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Thomas Würgler, Kommandant der Kantonspolizei Zürich
Sicherheitsdirektor Mario Fehr, SP
Polizeiposten Birmensdorf
Die Arrestzelle von aussen
...und von innen.
Martin Häfliger, Tobias Knauer und Roger Winkler (von links nach rechts) sind die zuständigen Polizeibeamten für Birmensdorf, Aesch und Uitikon.

Der Polizeiposten Birmensdorf ist in ein neues Gebäude gezogen.

Florian Niedermann

Dreissig Jahre nachdem die Kantonspolizei Zürich ihren Posten an der Zürcherstrasse in Birmensdorf bezog, erhält sie ein neues Zuhause: Die drei für die Gemeinden Birmensdorf, Uitikon und Aesch zuständigen Beamten arbeiten künftig im neuen Wohn- und Geschäftsgebäude an der Stallikonerstrasse 3.

Hier verfügen sie nicht nur über mehr Platz als in ihrem alten Posten – die neuen Räumlichkeiten präsentieren sich auch um einiges freundlicher, wie Kapo-Kommandant Thomas Würgler in seiner Eröffnungsansprache sagte. Der alte Posten sei ein solches «Loch» gewesen, dass eine Bewohnerin sich einmal geweigert habe, ihn zu betreten. «Stattdessen bot sie den Beamten eine Spende an», erzählte er.

Moderner, heller, grösser

Birmensdorf ist neben Dietikon, Schlieren/Urdorf und Unterengstringen der vierte Standort der Kantonspolizei Zürich im Bezirk Dietikon. Der neue Posten wird nicht nur bei der Bevölkerung besser ankommen als sein Vorgänger an der Zürcherstrasse. Auch die Beamten werden sich wohler fühlen: Neben einem modernen, hellen Eingangsbereich mit verglastem Empfang bieten die Räumlichkeiten im neu gebauten Wohn- und Geschäftshaus mitten im Dorfzentrum Platz für zwei Doppelbüros, ein Diskretbüro, Duschmöglichkeiten und eine Arrestzelle. «Theoretisch könnten wir nun also sogar vier Polizisten hier postieren», sagte Alois Züger, Kreischef Schlieren der Kapo Zürich, bei der Eröffnung gestern. Dies sei aber derzeit nicht vorgesehen.

Davon, dass mehr Beamte für die drei Gemeinden derzeit gar nicht nötig sind, zeugte auch die Rede von Regierungsrat Mario Fehr (SP): In den letzten vier Jahren wurde der Bestand an Polizeikräften in den 37 Gemeinden, die der Regionalabteilung Limmattal/Albis angehören, von 175 auf 180 Polizistinnen und Polizisten erhöht, wie er erklärte. «Der Posten in Birmensdorf hat seit August 2013 drei statt wie zuvor zwei Beamte – das entspricht einer Zunahme von 50 Prozent.»

Die Aufstockung des Polizistenbestandes auf dem ganzen Kantonsgebiet habe dazu geführt, dass die Statistik die tiefste Kriminalitätsrate seit 1980 verzeichnen konnte. In den Gemeinden Birmensdorf, Aesch und Uitikon hätten die Verstösse gegen Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz zwar stagniert, sagte der Regierungsrat, «allerdings auf einem sehr tiefen Niveau». Kommandant Würgler und Mario Fehr verdankten den Vertretern der drei Partnergemeinden die gute Zusammenarbeit.