Die Knaben und Mädchen am Start werden unruhig. Eben hörten sie die Durchsage «noch eine Minute» im Lautsprecher. Einige hüpfen auf und ab, andere versichern sich, dass der Kollege neben ihnen nicht zu dicht steht. «Noch zehn Sekunden». Die Kameraden hinter den Absperrungen stimmen lautstark in den Countdown ein: «drü ... zwei ... eis» – der Knall erlöst die Kinder und lässt die 15 jungen Läufer endlich aus dem Unterrohr-Areal hinaus Richtung Limmat rennen.

Sie sollten ihre Energie nicht zu früh verbrauchen, geben ihnen die Stafetten-Betreuer auf den Weg mit. Ein wertvoller Tipp, denn die Läufer der ersten Etappe müssen 1,6 Kilometer in Richtung Zürich rennen, bis sie den Stab übergeben können. Eine Rekordzahl von 83 Teams hat sich zur diesjährigen Limmatstafette eingeschrieben. «In den letzten Jahren ist die Anzahl Teilnehmer stetig gestiegen, was uns vom Schulsport sehr freut», sagt Jasmin Vassalli. «Alle Alterskategorien – von der vierten bis zur neunten Klasse – rennen dieselben Streckenabschnitte, die zwischen 1,2 und 1,6 Kilometer lang sind», sagt Eva Parati vom Schulsport Limmattal.

3 - 2 - 1: los!

3 - 2 - 1: los!

Stafette für ganzen Kanton offen

Nachdem letztes Jahr die Stafette für Schüler des ganzen Kantons geöffnet wurde, nahmen gestern auch Teams aus Niederhasli und Wangen-Brüttisellen teil. Die zweite Oberstufe ist mit 22 Teams am zahlreichsten vertreten. «Dies, weil die Kantonsschule Urdorf jedes Jahr mit allen achten Klassen antritt», so Parati. Zwei der Kanti-Teams rannten denn auch die Bestzeiten der Stafette. «Welche Preise können wir gewinnen?», fragt Laura, die in der Kategorie «9. Klasse» am Start ist. Die Antwort von Vassalli löst bei den acht Startenden leichten Spott aus: «Ein T-Shirt und eine Trinkflasche?» Lieber wären ihnen ja Chicken Nuggets gewesen, sagt eine von ihnen.