Statthalterwahl Bezirk Dietikon
Die Kandidaten stellen sich vor und verraten, mit welchem Mitbewerber sie ein Bier trinken würden

Die Kandidaten sollten uns dieselben Fragen beantworten. Dabei ging es nicht nur um Amtsverständnis und Eignung. Wir wollten auch wissen, mit welchem von ihren Mitbewerbern sie gerne ein Bier trinken würden.

Gabriele Heigl
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Anfang August wird einer der drei Kandidaten im Dietiker Bezirksgebäude seinen Dienst antreten.

Anfang August wird einer der drei Kandidaten im Dietiker Bezirksgebäude seinen Dienst antreten.

ZVG

Was zunächst nach einer stillen Wahl aussah, mündet nun wider Erwarten in eine Urnenwahl. Denn der von den Bezirksparteien nominierte Kandidat für das Statthalteramt des Bezirks Dietikon hat zwei unverhoffte Mitbewerber bekommen. Die Wahl am 12. Februar verspricht, spannend zu werden.

Ramon Steffen: Der unabhängige Überraschungskandidat

Ramon Steffen

Ramon Steffen

Warum sollte der Wähler sich für Sie entscheiden?
Ich bin parteilos und unabhängig. Als einziger aller Kandidaten kann ich deshalb das Statthalteramt unabhängig von Parteiinteressen führen. Ich bin eine integre und zugängliche Person, die gut zuhören und auf Menschen eingehen kann. Seit mehr als zwölf Jahren lebe ich in Dietikon und bin mit den Gegebenheiten der Region vertraut.

Als Jurist verfüge ich über eine langjährige Berufserfahrung bei verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Behörden. Rund sieben Jahre lang war ich für zwei Ämter der Zürcher Kantonsverwaltung tätig. Mit staats- und verwaltungsrechtlichen Fragen sowie den Abläufen in der Verwaltung bin ich daher bestens vertraut.

Meine berufliche Tätigkeit für diverse Aufsichtsbehörden beinhaltete auch Themen des Statthalter- und Bezirksratswesens. Die mehrjährige Tätigkeit als Abteilungsleiter im Handelsregisteramt, eine Weiterbildung im Führungsbereich sowie die Offizierslaufbahn in der Schweizer Armee zeichnen mich als Führungskraft aus. Ich bin gerüstet für die Tätigkeit als Statthalter.

Welche persönliche Eigenschaft qualifiziert Sie als Mensch für das Amt?
Meine Fähigkeit, in schwierigen Situationen ruhig und umsichtig zu vermitteln.

Umreissen Sie, was Sie im Amt bewegen wollen.
Für einen Statthalter sind die rechtlichen Vorschriften die Richtschnur des Handelns. Es geht mir nicht darum, in diesem Amt möglichst viel zu bewegen. Mein Bestreben ist die geordnete Führung des Statthalteramts, nach den Turbulenzen der letzten Monate muss es wieder zur Ruhe kommen. Ich will für alle Menschen ein verlässlicher Partner sein. Besonders wichtig sind mir effiziente Abläufe.

Wie beurteilen Sie Ihre Befähigung, Krisen zu bewältigen?
Ich bewahre kühlen Kopf und meistere Krisen nach den Grundsätzen, die ich während meiner militärischen Offiziersausbildung erlernt und verinnerlicht habe.

Persönlich

Alter: 39
Wohnort: Dietikon
Familienstand/Kinder: ledig/keine Kinder
Beruf/derzeitiger Job: Jurist/aktuell in beruflicher Auszeit
Politische Ämter/frühere und jetzige Ehrenämter: keine
Hobbys: Velofahren, Wandern, die Schweiz bereisen, Blasmusikkonzerte besuchen.

Welches wäre Ihre erste Amtshandlung als Statthalter?
Eine meiner ersten Amtshandlungen wäre die sorgfältige Auswahl und Ernennung meiner Stellvertreterinnen beziehungsweise Stellvertreter.

Bei welchem Aufgabenbereich des Statthalteramts sehen Sie primär Handlungsbedarf?
Als Aussenstehender wäre es vermessen, diese Frage zu beantworten. Zuerst müssen der Ist-Zustand (personelle Situation, Pendenzen etc.) geklärt und die Arbeitsabläufe überprüft werden.

In welchem Aufgabengebiet des Amtes sehen Sie bei sich (noch) Defizite für dessen Bewältigung und warum?
Beispielsweise im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes. Mit diesem Aufgabengebiet hatte ich in meinem Berufsleben noch keine Berührungspunkte. Ich habe daher jüngst Weiterbildungskurse dazu absolviert.

Warum sind Sie parteilos?
Weil meine Unabhängigkeit über allem steht. Parteien sind wichtige Pfeiler einer stabilen Demokratie, aber gerade in Schlüsselpositionen sollte man nicht Rücksicht auf eine politische Partei nehmen müssen.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Jurist geworden wären?
Dann hätte ich auf Basis meines zuerst erlernten Berufs als kaufmännischer Bankangestellter meinen Weg gemacht.

Haben Sie ein Lebensmotto, und wenn ja, welches?
Ich orientiere mich gerne an der Weisheit: «Wenn Du es eilig hast, gehe langsam.»

Wem würden Sie gerne einmal die Meinung sagen und wieso?
Denjenigen Menschen, die rücksichtslos nur auf ihre eigenen Vorteile aus sind, aber auch allen, die die Natur gedankenlos verschandeln und belasten. Wir haben nur eine Erde – ihr Sorge zu tragen sollte selbstverständlich sein.

Mit welchem von Ihren beiden Mitbewerbern würden Sie gerne ein Bier trinken gehen und warum?
Mit Adrian Leimgrübler. Ich würde gerne mehr über seine frühere Karriere als Sportler im Leichtathletik-Nationalkader erfahren, und wie er zum Bobsport fand.

Simon Hofmann: Der Kandidat aller Parteien

Simon Hofmann

Simon Hofmann

ZVG

Warum sollte der Wähler sich für Sie entscheiden?
Ich werde von sämtlichen Parteien unterstützt, bin jung, führungserfahren, stehe mitten im Arbeitsleben und kann die Herausforderungen im Statthalteramt Dietikon unbelastet anpacken.

Nachdem Herr Leimgrübler Mitte 2016 schriftlich auf die Kandidatur für die Amtsdauer 2017-2021 verzichtet hatte, setzte die FDP eine sechsköpfige Findungskommission – unter Leitung des ehemaligen Stadtpräsidenten Schlierens, Peter Voser – ein. Nach der Evaluation mehrerer Kandidaten entschied die Findungskommission, meine Kandidatur der Interparteilichen Konferenz des Bezirks Dietikon (IPK) zur Prüfung vorzulegen. Die IPK ist ein Zusammenschluss aller politischen Parteien und evaluiert gemeinsam geeignete Kandidaten für die Bezirksämter. Aufgrund umfassender Bewerbungsunterlagen und eines ausführlichen Interviews prüfte die IPK meine fachliche und persönliche Eignung und beschloss einstimmig, mich zur Wahl als Statthalter vorzuschlagen.

Ich darf also sagen, dass meine Kandidatur sorgfältig geprüft wurde und breit abgestützt ist. Dies ist wichtig, weil ein Statthalter eine verantwortungsvolle Funktion hat. Zudem haben die Wählerinnen und Wähler eine Gewähr, dass der Kandidat, den sie häufig nicht persönlich kennen, auf seine fachliche und persönliche Eignung geprüft wurde.

Welche persönliche Eigenschaft qualifiziert Sie als Mensch für das Amt?

Ich bin unbescholten, verlässlich und ruhig.

Umreissen Sie, was Sie im Amt bewegen wollen.

Im Vordergrund jeder Arbeit steht für mich die qualitativ gute und termingerechte Erledigung von Fällen. Trotz dem medialen Fokus, in welchem das Amt zur Zeit steht, will ich nicht dem Kommunikations-Aktivismus verfallen, sondern mit Bedacht gute Beziehungen zu den Gemeindebehörden aufbauen und ihnen ein verlässlicher Partner sein. Ich bin bestrebt, als Bindeglied zwischen der Zürcher Regierung und den Gemeinden aufzutreten und bei gegenläufigen Interessen einen gemeinsamen Nenner zu finden beziehungsweise sachlich zu vermitteln. Nicht zuletzt ist es mir wichtig, dass sich die Mitarbeitenden im Team wohl fühlen und in gegenseitigem Vertrauen gute Leistungen erbringen.

Wie beurteilen Sie Ihre Befähigung, Krisen zu bewältigen?
Mein aktueller Arbeitgeber steht öfters im medialen Fokus. Als Stabsstelle des Bundesrats ist unsere Abteilung regelmässig involviert, weshalb ich, was Prioritätensetzung und Kommunikation in Krisenfällen angeht, eine gewisse Routine mitbringe. Im persönlichen Umgang mit Mitarbeitern helfen mir meine Führungserfahrung und meine unaufgeregte Art.

Welches wäre Ihre erste Amtshandlung als Statthalter?
Eine Ist-Analyse des Geschäftsgangs und des Teams. Sehr schnell würde ich mich auch bemühen, einen vertrauensvollen Kontakt zu den Partnerorganisationen und Gemeindebehörden aufzubauen.

Persönlich

Alter: 36
Wohnort: Zürich, im Fall einer Wahl bald im Bezirk Dietikon
Familienstand/Kinder: verheiratet, eine Tochter; wenn alles gut geht, sind wir am Wahlsonntag zu viert
Beruf/derzeitiger Job: Jurist; Generalsekretariat VBS, stellvertretender Leiter Plangenehmigungsverfahren
Politische Ämter/frühere und jetzige Ehrenämter: keine
Hobbys: Ski, Hockey, Reisen

Bei welchem Aufgabenbereich des Statthalteramts sehen Sie primär Handlungsbedarf?
Dies wird eine Ist-Analyse zeigen. Als Aussenstehender einen Handlungsbedarf zu nennen, wäre nicht seriös. Immerhin kann gesagt werden, dass das Statthalteramt seit der Entlassung des bisherigen Statthalters im September 2015 offenbar gut geführt wird und seine Aufgaben einwandfrei versehen kann. Darauf kann der künftige Statthalter aufbauen.
In welchem Aufgabengebiet des Amtes sehen Sie bei sich (noch) Defizite für dessen

Bewältigung und warum?
Das Amt ist derart vielfältig, dass es einige Gebiete gibt, in die ich mich zuerst einarbeiten muss. Ich denke beispielsweise an das Bewilligungsverfahren beim Grundstückserwerb durch Ausländer. Auch der Kindes- und Erwachsenenschutz stellt hohe Anforderungen und ist sehr anspruchsvoll. Entsprechend habe ich vor, diesen Aufgaben mit grossem Respekt zu begegnen, da es um Einzelschicksale geht. Gleichzeitig freue ich mich auf diese Materie, weil sie für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft enorm wichtig ist. Auch glaube ich, dass ich als Familienvater genügend Einfühlungsvermögen und die nötige Lebenserfahrung mitbringe.

Warum sind Sie der FDP beigetreten?
Ich vertrete liberale Werte in der Überzeugung, dass sie unsere Gesellschaft auf einen guten Weg in die Zukunft leiten. Aus diesem Grund werde ich auch von der FDP unterstützt.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Jurist geworden wären?

Natürlich wollte ich zuerst Pilot werden. Später entwickelte ich vielfältige Interessen, sodass ich mir auch ein Leben als Architekt, Handwerker oder Biologe hätte vorstellen können.

Haben Sie ein Lebensmotto, und wenn ja, welches?
Nein, das habe ich nicht. Ich verzichte jeweils auch auf Neujahrsvorsätze. Bei Mottos verhält es sich bei mir ähnlich wie bei guten Witzen. Ich höre sie gern und bewundere diejenigen, die sie sich merken können.

Wem würden Sie gerne einmal die Meinung sagen und wieso?
Im aktuellen Weltgeschehen gäbe es diverse Exponenten, die einen Refresher in Sachen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und respektvollem Umgang mit Menschen nötig hätten. Im Vergleich dazu stellen sie zwar kein tatsächliches Problem dar, dennoch stören mich im Kleinen auch diejenigen, welche frühmorgens im vollen aber ruhigen Zug lautstark ihre anstehende Präsentation zur Verkaufsstrategie besprechen.

Mit welchem von Ihren beiden Mitbewerbern würden Sie gerne ein Bier trinken gehen und warum?
Natürlich würde ich gerne mit Adrian Leimgrübler ein Bier trinken. Ihn würde ich dabei fragen, weshalb er den Entscheid des Regierungsrats zu seiner fristlosen Entlassung nicht publik macht und unserer Partei gegenüber sein Wort nicht gehalten hat.

So würden die Wählerinnen und Wähler endlich erfahren, was Justizdirektion und Gesamtregierungsrat in dieser Sache erwogen haben. Es sollte ja selbstverständlich sein, dass die Wählerinnen und Wähler ihren Wahlentscheid in voller Kenntnis der Sachlage fällen können.

Adrian Leimgrübler: Der frühere Amtsinhaber

Adrian Leimgrübler

Adrian Leimgrübler

ZVG

Warum sollte der Wähler sich für Sie entscheiden?
Ich habe die Bezirksverwaltung Dietikon, Statthalteramt und Bezirksrat, 14 Jahre lang erfolgreich geführt. Davor war ich zehn Jahre lang als Bezirksanwalt (Staatsanwalt) tätig. Ich habe mich stets für das Recht und vor allem für die Gerechtigkeit eingesetzt. In meiner Tätigkeit als Bezirksratspräsident waren mir insbesondere auch die Fälle im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht sehr wichtig.

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirkes, die mit mir zu tun hatten, wissen, dass ich mein Amt stets unabhängig – was eine Selbstverständlichkeit ist – mit Augenmass und Objektivität geführt habe. Dabei habe ich mich auch durch meine Parteizugehörigkeit in der FDP nie beeinflussen lassen. Ich war stets für jede Person, welche ein Problem oder ein Anliegen hatte, da.

Welche persönliche Eigenschaft qualifiziert Sie als Mensch für das Amt?
27 Jahre lang habe ich es nun mit Menschen zu tun, vom Autofahrer, der zu schnell gefahren ist, über den Hilfesuchenden im Kesb-Bereich und den Haschkonsumenten bis zum Drogenhändler oder Mörder. Ich habe immer alle mit dem gleichen Respekt behandelt. Dabei war mir in meinem Berufsleben meine Empathie, meine Offenheit gegenüber allen Menschen hilfreich, dafür bin ich auch dankbar. Was übrigens kein Widerspruch zu meiner Einstellung ist, dass bei unakzeptablen Rechtswidrigkeiten hart durchzugreifen ist.

Umreissen Sie, was Sie im Amt bewegen wollen.
Ich will, dass wieder Ruhe einkehrt, dass das Amt wieder so tadellos funktioniert, wie das vor meiner Absetzung der Fall war. Ich will, dass wieder jemand im Amt ist, der für Bürgerinnen und Bürger, Feuerwehr und Polizei als Ansprechpartner erreichbar ist. Viel zu bewegen gibt es nicht. Ich werde meine Art der Personalführung beibehalten, das heisst insbesondere, die Mitarbeitenden einbeziehen und ihnen Verantwortung geben. Ich bin für Innovation, aber auch für Kontinuität, das ist auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig.

Wie beurteilen Sie Ihre Befähigung, Krisen zu bewältigen?
Ich habe während meines Lebens alle Krisen, es waren zum Glück nicht all zu viele, bewältigt. Ich werde auch diese Krise überstehen, da ich «erhobenen Hauptes» dastehen kann, im Wissen, nichts Unrechtes getan zu haben.

Welches wäre Ihre erste Amtshandlung als Statthalter?
All den Leuten, die zu mir gestanden sind, herzlich Danke zu sagen. Dazu gehört auch der Grossteil meiner ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Persönlich

Alter: 56

Wohnort: Schlieren
Familienstand: In langjähriger Lebensgemeinschaft mit zwei «Stiefkindern»
Beruf/derzeitiger Job: Statthalter/Jurist
Politische Ämter/frühere und jetzige Ehrenämter: Schulpfleger Geroldswil/Oetwil, Vorstandsmitglied bei der FDP Geroldswil, der FDP Bezirkspartei Dietikon, des TV Urdorf, des BIP Schlieren, des Feuerwehrverbandes der Bezirke Zürich und Dietikon, OK-Mitglied Zürcher Kantonalschützenfest 2018.
Hobbys: Sport allgemein, Skifahren, Motorradfahren (Kawasaki ZRX1200), Jassen, Kochen, Lesen, unser Hund Hermes.

Bei welchem Aufgabenbereich des Statthalteramts sehen Sie primär Handlungsbedarf?
Dringender Handlungsbedarf im fachlichen Bereich besteht nicht. Alle Mitarbeitenden wissen, was ihr Aufgabengebiet ist, und dass sie bei Unklarheiten stets Hilfe bekommen/bekamen. Als Statthalter steht man in ständigem Kontakt mit dem Gericht, der Polizei, der Feuerwehr, den Gemeinden und den Zweckverbänden. So ist es möglich, situativ allfällige Probleme im direkten Gespräch zu lösen. Allerdings ist aufzuarbeiten, was liegen geblieben ist.

In welchem Aufgabengebiet des Amtes sehen Sie bei sich (noch) Defizite für dessen Bewältigung und warum?
Etwas unbescheiden gesagt: Wenn ein Amt unter meiner Leitung 14 Jahre lang einwandfrei funktioniert, bin ich eigentlich zufrieden. Im Auftragsbericht der Justizdirektion gegen mich wird unter anderem bemängelt, dass ich meine Mitarbeitenden zu wenig kontrolliert hätte. In zwei Fällen mag das zutreffen. Da muss ich sicher etwas genauer hinschauen. Ich werde aber sicher nicht zum «Kontrollfreak».

Warum sind Sie der FDP beigetreten?
Ich war damals 25 Jahre alt. Damals wie heute vertrete ich ein liberales Gedankengut. Mit diesen Werten wurde ich erzogen, nicht zuletzt von meinem Vater, der Schulzahnarzt in Urdorf war. Mir war schon immer wichtig, dass man nach seinem Gewissen und nicht nur nach dem Parteibuch entscheidet.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Jurist geworden wären?
Justizdirektorin (mit einem Augenzwinkern).

Haben Sie ein Lebensmotto, und wenn ja, welches?
Ein uraltes: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Wem würden Sie gerne einmal die Meinung sagen und wieso?
In dem von Ihnen gemeinten Sinn: niemandem. Ich bin ein Mensch, der nicht nachtragend ist. Auf juristischer Ebene wehre ich mich jedoch.

Mit welchem von Ihren beiden Mitbewerbern würden Sie gerne ein Bier trinken gehen und warum?
Ich bin nicht bereit, mich auf einen festzulegen. Ich habe gegen keinen meiner beiden «Konkurrenten» Vorbehalte oder gar Ressentiments.