«Mit dem Blick durch die Kamera sieht man Sachen, die man sonst nicht sieht», sagt Elsbeth Preisig, Präsidentin des Seniorenrats Dietikon. Das sei die Idee der Fotoausstellung: Seniorinnen und Senioren wurden dazu aufgerufen, mit ihren Kameras das Limmattal zu durchforsten und ihre Lieblingsbilder einzusenden.

Das Ergebnis sind 51 Bilder in den Kategorien «frei», «Gegensätze» und «Mobilität», die nun bis Ende November im Stadthaus Dietikon ausgestellt sind. In dieser Zeit können die Besucher der Fotoausstellung ihre Favoriten wählen.

Goldene Blätter und Schnee

Eine der rund zwanzig Teilnehmenden ist die 78-jährige Hanni Hilpertshauser. Gleich drei Fotos schickte die Fahrweiderin für die Ausstellung ein: «Manchmal entdecke ich gewisse Objekte, bei denen es mich dann sehr reizt, sie zu fotografieren», so Hilpertshauser.

Eines ihrer Bilder, «Winter im Limmattal», besticht durch den Kontrast zwischen weisser Schneepracht und goldenen Herbstblättern: «Dieses Foto habe ich letztes Jahr im Oktober geschossen, als der erste Schnee fiel», erzählt die 78-Jährige.

Sie habe es fasziniert, dass die Blätter gerade noch herbstlich den Weg schmückten und am nächsten Tag vom schweren Schnee bedeckt wurden. «Sie hat einfach das Auge fürs Fotografieren», ergänzt ihre Freundin Vreni Brenner. Hilpertshauser bleibt jedoch Bescheiden und findet auch Gefallen an anderen Sujets: «Mit gefallen Bilder mir starken Farben, wie zum Beispiel, die Fotos mit den Kürbissen.»

Viele favorisieren Schwäne

Obwohl der Wettbewerb noch läuft, gibt es unter den Teilnehmern eine Favoritin. Viele Besucher bleiben vor den Fotos von Lucia Bertodatto stehen und bewundern, wie die 69-Jährige junge Schwäne und Schmetterlinge fotografierte.

«Ich gehe oft an der Limmat entlang spazieren oder Velofahren», sagt die Schlieremerin. Ihre Kamera habe sie dabei stets im Gepäck: «Ich beobachte die Schwäne sehr gerne. Dabei ergibt es sich einfach, dass ich in diesen Situationen auch mal ein Foto schiesse».

Sie habe sich sehr über den Aufruf des Seniorenrats gefreut. Schliesslich sei Fotografieren schon lange ihr Hobby, sagt die Rentnerin.

Elsbeth Preisig bedankt sich bei ihrer Ansprache über die zahlreichen Einsendungen: «Es freut mich sehr, dass wir so viele Bilder von der schönen Natur erhalten haben», so die Dietikerin.

Sie sagt aber auch offen, dass sie sich auch ein paar kritische Fotos gewünscht hätte: «Zum Beispiel aus dem Industriequartier, als Kontrast zur schönen Natur.» Sie sei sehr gespannt, wer am Schluss das Rennen mache und als Sieger aus dem Fotowettbewerb herausgehe.

«Es ist schön, dass unser Projekt von der Stadt Dietikon und vom Amateur-Fotoklub so unterstützt wird», sagt die Präsidentin des Seniorenrats abschliessend.