Schlieren

Die Jugendlichen verleihen ihrem Treffpunkt eine persönliche Note

Im Treffpunkt Kube, der von der Fachstelle Jugend der Stadt Schlieren betreut wird, steht für einmal nicht Entspannung, sondern Mithilfe im Zentrum.

Die kleinen Leinwände sind schnell bemalt. Lea tunkt den Pinsel in die Farbe und malt, worauf sie gerade Lust hat. So entstehen ein expressionistischer Sonnenuntergang und ein zierlicher Vogel, der mit echten Federn bekleidet ist. Medina und Diana stehen derweil auf zwei Stühlen und malen direkt auf die weisse Wand. Sie zeichnen das Logo ab, das der Hellraumprojektor an die Wand wirft. Dabei ist ihnen besonders wichtig, dass die Blautöne stimmen, mit denen sie die Buchstaben ausfüllen.

Die Fünft- und Sechstklässlerinnen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen den Eingangsbereich des Jugendraums Kube in Schlieren verschönern. Das auf die Wand gemalte Logo und die rundherum drapierten Leinwände hauchen der weissen Wand neues Leben ein. «Die Jugendlichen sollen den Raum mitgestalten, damit er zu ihrem persönlichen Raum wird», sagt Jugendarbeiterin Rebekka Bertschi, die im Namen der Fachstelle Jugend der Stadt für den Nachmittag verantwortlich ist. Sie will die Jugendlichen dazu animieren, kreativ tätig zu sein.

Auch für die Knaben gibt es ein kreatives Angebot. Gemeinsam mit Jugendarbeiter Marcel Lepper kratzen sie die Plastikumrandung des Billardtisches ab, um dem Tisch ein neues Kleid zu verpassen. Im Jugendraum steht so für einmal nicht Entspannung, sondern Mithilfe im Vordergrund.

«Angebote, die die Kreativität ansprechen, ziehen üblicherweise eher jüngere Jugendliche an», sagt Bertschi, die diese Woche mehrere kreative Nachmittage für Mädchen organisiert. Unter ihrer Leitung können Mädchen Nagellack ausprobieren und einen Selbstbehauptungskurs absolvieren.

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