Für Politik interessiert sich Nadine Burtscher schon seit ihrer frühen Jugend. Die Dietikerin politisierte bereits im Jugendparlament Dietikon, bevor sie sich für die EVP für einen Sitz im Gemeinderat bewarb. Ausserdem ist sie im März 2014 in den Vorstand des Dachverbandes Schweizer Jugendparlamente gewählt worden.

Im Februar dieses Jahres wurde die damals 19-Jährige dann als jüngstes Mitglied auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt. Am 4. April dieses Jahres nahm sie dann auch schon an ihrer allerersten Gemeinderatssitzung teil.

Heute, nach acht Monaten im Amt, hat sich Burtscher gut eingelebt. Die Zeit vergehe so schnell, dass sie gar nicht glauben könne, dass schon beinahe ein Jahr vorbei sei, sagt die mittlerweile 20-Jährige. In der Fraktion habe sie schon fleissig mitdiskutieren können. An den Gemeinderatssitzungen selbst habe sie sich anfangs aber noch etwas zurückgehalten, um erst einmal die ganzen Abläufe besser zu verstehen.

«Alles um die Sitzung herum war neu für mich», so Burtscher. Im Grossen und Ganzen könne sie heute sagen, dass das Amt als Gemeinderätin eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe sei. Auch lasse sich die Politik gut mit ihrem Studium an der Universität vereinbaren. Einzig die Doppelsitzungen seien vom Zeitpunkt her schwierig, da sie jeweils zwei Vorlesungen verpasst.

Dank Podcasts könne sie diese aber Zuhause nachholen. Die Dietikerin studiert im dritten Semester Psychologie mit dem Nebenfach Erziehungswissenschaften in Zürich. Nach dem Studium kann sie sich vorstellen, in der Jugendarbeit tätig zu sein.

Bereits heute engagiert sich Burtscher regelmässig für die Jugendarbeit in der Kirchgemeinde Dietikon. Die christlichen Werte liegen ihr am Herzen. Dass Mensch und Umwelt gut behandelt werden, ist die Jungpolitikerin von Bedeutung.

Von den Kollegen geschätzt

Auch von ihrem Freundes- und Familienkreis bekomme sie nur gute Rückmeldungen auf ihr Wirken als Gemeinderätin, so Burtscher. Die anderen Mitglieder des Gemeinderats seien ihr gegenüber ebenfalls sehr aufgeschlossen und freundlich. «Nie wurde ich benachteiligt – weder aufgrund meines Alters noch wegen meiner Parteizugehörigkeit», sagt sie. Das schätze sie sehr.

Jugend aktiv miteinbeziehen

Aus ihrem ersten Amtsjahr nehme sie viele interessante Erinnerungen und angeregte Diskussionen mit. «Im kommenden Jahr will ich mich aber noch aktiver beteiligen», sagt Burtscher. Vor allem die Jugend und deren politische Partizipation seien ihr wichtig.

Jeder solle über seine politischen Rechte Bescheid wissen und diese Möglichkeiten auch wahrnehmen. «Die Jugend soll aktiv in die Politik miteinbezogen werden. Gleichzeitig müssten die jungen Menschen das aber auch wollen, um überhaupt von der älteren Generation ernst genommen zu werden.»

Ein Projekt an dem sich Burtscher beteiligt, ist das Easyvote. Das Portal um Online abstimmen zu können, wurde von ihr dem Dietiker Gemeinderat vorgestellt und im Januar 2014 schliesslich eingeführt. Burtscher hofft darauf, dass das Projekt in der ganzen Schweiz Anklang findet.