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Die Jahresrechnung zeigt: Der Spital-Neubau funktioniert

Das neue Spital erreichte im ersten Jahr bereits eine hohe betriebliche Effizienz.

Das neue Spital erreichte im ersten Jahr bereits eine hohe betriebliche Effizienz.

Die Kennzahlen der Jahresrechnung 2019 stimmen die Verantwortlichen des Spitalverbandes Limmattal zufrieden und optimistisch: Das Limmi sei für die Zukunft gerüstet - auch wenn jedes Jahr rechnerisch bei null anfange,

Es ist die erste Jahresrechnung, in die der im Oktober 2018 eröffnete Limmi-Neubau vollständig einfliesst. Und die Zahlen erfreuen die Verantwortlichen: Vor Steuern und Abschreibungen resultierte im Bereich Akutspital im vergangenen Jahr ein Plus, das im Verhältnis zum Umsatz von 182 Millionen Franken 9,5 Prozent beträgt. Diese sogenannte Ebitda-Marge zeigt, ob und in welchem Umfang ein Unternehmen bezüglich seiner Betriebsabläufe rentabel ist. Mit einem Wert von 9,5 Prozent «liegt das Spital Limmattal weit über dem Schweizerischen Durchschnitt», wie es in einer gestern versandten Medienmitteilung heisst.

Der Verwaltungsrat des Spitalverbandes hat die Jahresrechnung, die ihm Spitaldirektor Thomas Brack und Finanzchef Oliver Kopp präsentierten, deshalb zufrieden zu Kenntnis genommen. Zuversichtlich habe ihn auch gestimmt, dass fast alle Kennzahlen markant angestiegen seien. So nahm die Zahl der stationären Behandlungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 11433 Patienten zu. Im ambulanten Bereich erhöhten sich die Konsultationen um 5,8 Prozent auf 247452. Zudem konnten im Limmi 2019 wieder mehr als 1000 Geburten verzeichnet werden; 1030 Säuglinge erblickten hier das Licht der Welt, was einer Zunahme um 7,7 Prozent entspricht.

«Wir sind stolz darauf, dass es uns schon im ersten Betriebsjahr gelungen ist, eine so hohe betriebliche Effizienz zu erreichen», wird Spitaldirektor Brack in der Mitteilung zitiert. «Dies ist alles andere als selbstverständlich und war nur möglich, weil alle Mitarbeitenden ihren Beitrag dazu geleistet haben.»

Ein unerwartetes Plus im Pflegezentrum

Nicht nur der Bereich Akutspital hat den Verwaltungsrat zufriedengestellt: Auch beim Pflegezentrum und beim Rettungsdienst wurden die budgetierten Werte übertroffen. Besonders erfreulich sei dabei, dass sich beim Pflegezentrum statt rote nun schwarze Zahlen ergeben hätten. Im Budget war ein Verlust von knapp 300000 Franken eingestellt gewesen, unter dem Strich resultiert nun ein kleiner Gewinn von rund 46000 Franken. Diese Entwicklung ist gemäss Mitteilung auf die hohe Auslastung von 96,2 Prozent, die tiefen Betriebskosten und die tieferen Zinskosten für das Neubauprojekt zurückzuführen.

Über den gesamten Spitalverband – Akutspital, Pflegezentrum und Rettungsdienst – wird ein Umsatz von 198 Millionen Franken ausgewiesen. Die Ebitda-Marge beträgt 9,4 Prozent. Wegen der hohen Abschreibungen für den Spital-Neubau schliesst die Rechnung erwartungsgemäss mit einem Minus von 3,2 Millionen Franken ab. Auch 2020 wird gemäss Planung ein kleiner Verlust entstehen. Diese Rückschläge werden vom Eigenkapital abgezogen. Die Trägergemeinden müssen nicht dafür aufkommen.

Angesichts dieser Zahlen «sieht der Spitalverband der Zukunft optimistisch entgegen». Das Umfeld im Gesundheitswesen bleibe jedoch anspruchsvoll, erklärten Thomas Brack und Oliver Kopp bei der Präsentation der Jahresrechnung. Doch sei das Spital nun sehr gut positioniert, um die grossen zukünftigen Herausforderungen zu meistern. «Jedes Geschäftsjahr beginnt jedoch rechnerisch wieder bei null und wir stellen uns aufs Neue der hohen Dynamik und den vielfältigen Veränderungen im Gesundheitswesen.»

Die Rechnung 2019 wird der Delegiertenversammlung vom 22. April vorgelegt.

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