Oberengstringen

Die Hort-Kinder werden künftig auch von Zivis betreut

Die Hort-Kinder werden künftig auch von Zivis betreut (Symbolbild).

Die Hort-Kinder werden künftig auch von Zivis betreut (Symbolbild).

Die Schule Oberengstringen geht in der Kinderbetreuung neue Wege: Künftig setzt sie Zivildienstleistende zur Unterstützung des Personals im Hort ein. Die Schule wurde von der Vollzugsstelle als Einsatzbetrieb anerkannt.

«Stellen an Schulen sind bei den ‹Zivis› sehr begehrt», sagt Natalie Pedrocchi von der Schulpflege Oberengstringen. Die Stelle sei noch nicht lange ausgeschrieben und sie hätten bereits drei Bewerber.

Da sich dieses Jahr viele Kinder, vor allem auch Kleinere mit viel Betreuungsanspruch für den Hort angemeldet hatten, entstanden personelle Engpässe. «Unter diesen Umständen konnten wir nicht mehr immer allen Kindern gerecht werden», so Pedrocchi. Deshalb sei sie auf die Idee gekommen, Zivildienstleistende zur Unterstützung des Personals bei sich aufzunehmen. «Wir möchten damit gleichzeitig auch für ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern im Hort sorgen. Für die Kinder ist diese Abwechslung wichtig», sagt Pedrocchi.

Mindestdauer ist drei Monate

Die Dauer für den jeweiligen Einsatz kann jeder Betrieb selber wählen. Drei Monate sei bei ihnen aber die Mindestdauer, da sie den Kindern eine gewisse Kontinuität bieten wollen, so die Schulpflegerin. Sie fügt an: «Wenn es gut läuft, kann der Dienst auch gerne verlängert werden.» Vorgegeben ist, dass ein Zivildienstleistender in einem Hort mindestens 30 Prozent seiner Arbeit in der Betreuung tätig sein muss. Diese Auflage ist für Pedrocchi aber kein Problem: Bei ihnen würden die Zivildienstleistenden fast ausschliesslich im Bereich Betreuung arbeiten.

Dies umfasse unterschiedliche Gebiete: Neben der alltäglichen Unterstützung des Personals im Hortbetrieb würden die «Zivis» den Kindern unter anderem auch bei den Hausaufgaben helfen, sie vom Kindergarten abholen, oder beispielsweise auch an Ausflügen teilnehmen.

Zivis auch an Schulen

Landesweit leisten Zivildienstleistende über 14'000 Einsätze. Im Kanton Zürich werden sie vereinzelt auch an Schulen eingesetzt. So haben im Jahr 2011 19 Zivis ihren Einsatz an einer Schule geleistet.

Allerdings darf ein Zivildienstleistender Gesetzeswegen nur an einer Sonderschule, nicht aber im regulären Schulbetrieb eingesetzt werden. Im Kanton Zürich wird jedoch vermehrt auf die integrierte Sonderschulung – also die Eingliederung von behinderten oder leistungsschwachen Schülern in die Regelklasse – gesetzt. Dadurch, dass diese Schulen somit als Sonderschulen eingestuft werden, dürfen diese einen Antrag für einen Zivildienstleistenden zu stellen. Diese Schulgemeinden, die bereits mit Zivildienstleistenden zusammengearbeitet hatten, waren allesamt sehr zufrieden mit dem Einsatz.

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