Dietikon

Die höchste Zürcherin zu Gast beim Industrie- und Handelsverein: «Das Limmattal macht etwas besser»

An der Generalversammlung des Industrie- und Handelsvereins wurde die Rektorin des Bildungszentrums Limmattal, Claudia Hug, neu in den Vorstand gewählt. Zudem stellte Stadtpräsident Roger Bachmann ein Lösung für den Verkehrsknoten Mutschellen-/Silbernstrasse in Aussicht.

Die Generalversammlung des Industrie- und Handelsvereins Dietikon (IHV) am Donnerstagabend stand im Zeichen der kantonalen Wahlen. Sie fand darum einige Wochen früher statt als 2018. «Unsere Wirtschaft ist auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Wir sind in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass es Vertreter in den Parlamenten und Exekutiven hat, die unsere Interessen wahrnehmen», sagte dazu Josef Wiederkehr, Präsident des IHV und Dietiker Kantonsrat der CVP. Auch in seinem Jahresbericht waren Wahlen ein Thema, hatte sich doch der IHV 2018 für Roger Bachmann (SVP) als Stadtpräsident engagiert. Die Wahlen 2018 schlugen sich auch in der Jahresrechnung nieder. Es resultierten 6500 Franken Verlust.

Im Vorstand gibt es eine Änderung: Fritz Uhlmann, der im IHV Coop vertrat, tritt aus. Neu gewählt wurde Claudia Hug, Rektorin des Bildungszentrums Limmattal. Neu sind zwei Frauen im neunköpfigen Vorstand vertreten. Auch bei den Revisoren gibt es einen Wechsel. Neben dem bisherigen Renato Staub wurde neu David Serratore gewählt. Verena Trabelsi scheidet turnusgemäss aus.

Kantonsratspräsidentin Yvonne Bürgin (CVP) überbrachte die besten Wünsche des Kantonsrats – und viel Lob. «Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut organisiert und vernetzt das Limmattal ist. Das Limmattal macht etwas besser als wir Oberländer», sagte sie. Vielleicht liege das auch an den guten Medien im Limmattal, mutmasste sie. «Den ‹Limmattaler› lese ich sehr gerne, ich finde das eine sehr gute Zeitung», offenbarte sie dem IHV. Zudem versicherte sie der Versammlung, dass im Kantonsrat jede und jeder das Limmattal kenne. «Oder zumindest die Limmattalbahn. Als Oberländerin hoffe ich, dass irgendwann auch unsere Oberlandautobahn Realität wird.» Diese sei aber auch umstritten. Die Infrastrukturplanung auf Jahrzehnte hinaus sei schwierig. «Wie sollen wir wissen, wie Zürich in 30 Jahren aussieht? Fahren dann wirklich alle Autos autonom?»

Klar ist für Bürgin, dass Zürich stets mit Innovation auftrumpfe. So erinnerte sie daran, wie wichtig einst die Textilindustrie war. «Heute ist sie, mit wenigen Ausnahmen, sozusagen tot. Aber es ist Neues entstanden, neue Branchen, neue Firmen, neue Arbeitsplätze», führte Bürgin aus. «Daher kommt unser Erfolg und die tiefe Arbeitslosigkeit», so Bürgin.

Eine weitere Parteikollegin von Wiederkehr, Bildungsdirektorin Silvia Steiner, sprach über die Digitalisierung als Chance für den Bildungsstandort Zürich. Als sie im EKZ-Saal auf der Kraftwerksinsel ankam, sang die Versammlung ein herzliches «Happy Birthday». Steiner wurde am Donnerstag 61 Jahre alt.

Auch Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) sprach zum IHV. Und erwähnte, dass die Stadt demnächst die zusammen mit dem IHV und weiteren Vereinen erarbeitete Wirtschaftsstrategie vorstelle. Zudem sei man beim Knoten Silbern-/Mutschellenstrasse einen Schritt weiter. «Wir sind im Gespräch mit dem Kanton, es liegen Ideen und Lösungsvorschläge auf dem Tisch.» Er sei zuversichtlich, dass der Knoten in den nächsten Jahren entschärft werden könne. Sistiert ist aber weiterhin das Verfahren bezüglich Moorschutz in der Silbern. Hier wartet man weiter auf einen Expertenbericht des Kantons, der zeigen soll, ob die Auenschutzthematik in der Moorschutzverordnung zu Genüge abgehandelt wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1